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Medikationsmanagement: Das Arzneimittel und „die Anderen“

MM Kurs Teil 56

MEDIKATIONSMANAGEMENT – Teil 56 - NEMs lassen sich meist unproblematisch mit Arzneimitteln kombinieren und können die Therapie synergistisch unterstützen. Bei einigen Kombinationen heißt es genauer schauen.

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Medikationsmanagement: Das Arzneimittel und „die Anderen“

NEMs lassen sich meist unproblematisch mit Arzneimitteln kombinieren und können die Therapie synergistisch unterstützen. Bei einigen Kombinationen heißt es genauer schauen.

Analog zu den Interaktionen zwischen Arzneistoffen sind auch zwischen Arzneistoffen und Wirkstoffen, die in Nahrungsergänzungsmitteln enthalten sind, Wechselwirkungen möglich. Potenzielle Interaktionsarten sind:

1. Interaktionen zwischen AM und NEM

1.1. Synergistische Wirkung von AM und NEM:

Sich gegenseitig verstärkende positive Effekte auszunutzen ist mittlerweile in vielen Bereichen Standard, auch in der Kombination von Nahrungsergänzungsmitteln und einer Arzneimitteltherapie, z.B.:

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Test

Fallbeispiel aus der Apotheke

Frau M., 56 Jahre, möchte heute Rezepte einlösen. Sie berichtet, dass sie unter massiven Rückenschmerzen leidet, diepillerotsie seit Monaten nicht mittels Voltaren® und Novalgin® in den Griff bekommen konnte. Der Orthopäde hat ihr daher heute Tramal® 50 mg Kapseln 3 x 1 verordnet. Sie ist sehr froh, dass sie nun endlich Aussicht auf eine Besserung der Schmerzen hat.

Danach war sie noch in der Ordination ihres Hausarztes, der sich derzeit krankheitsbedingt vertreten lassen muss. Der Vertretungsarzt war sehr verständnisvoll für die Belastungssituation aufgrund von Frau M.s Dauerschmerzen und hat ihr zusätzlich etwas „für die Nerven“ aufgeschrieben:

▶ Paroxetin 20 mg 1-0-0

Beinahe hätte Frau M. vergessen, sich auch ihre Dauermedikamente zu holen, hat dann aber noch schnell bei der Ordinationsassistentin ein weiteres Rezept beantragt:

▶ Seloken® ret. 95 mg 1-0-0

▶ Nolvadex® 20 mg FTBL

Beides nimmt sie seit über einem Jahr.

Frage: Welche Probleme können für Frau M. entstehen und was
wären bessere Alternativen?

Hinweis: Die im MM-Fall und der Auflösung genannten Fertigarzneimittel hat das MM-Lecture-Board beispielhaft und wertfrei für die enthaltenen Wirkstoffe bzw. -kombinationen ausgewählt. Die genannten Produkte stehen damit für alle vergleichbaren Präparate.

Zur Auflösung

Fallauflösung

Mit Paroxetin wird ein starker CYP2D6-Hemmer verordnet, der Auswirkungen auf die restliche Medikation habenpillegruen kann:

▶ Mangelnde Aktivierung von Tamoxifen (Nolvadex®) zu Endoxifen, verminderte Wirksamkeit der antiöstrogenen Therapie

▶ Mangelnde Aktivierung von Tramadol zur aktiven Wirkform, daher eingeschränkte Wirkung der Schmerztherapie, aber mögliche serotonerge Nebenwirkungen durch Kombination mit Paroxetin

▶ Hemmung der Metabolisierung von Metoprolol mit möglicherweise ansteigenden Plasmaspiegeln des Betablockers und dementsprechenden Nebenwirkungen

Empfehlung: Als nicht über CYP2D6 verstoffwechselter SSRI könnte Citalopram/Escitalopram verwendet werden. Als Schmerz­mittel käme Hydromorphon infrage.

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