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Medikationsmanagement: Die „Pille“ und Wechselwirkungen

MM Kurs Teil 45

MEDIKATIONSMANAGEMENT – Teil 45 - Kommt es bei oralen Kontrazeptiva zu „Versagern“, ist neben nicht korrekter Einnahme auch an potenzielle Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu denken.

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Medikationsmanagement: Die „Pille“ und Wechselwirkungen

Kommt es bei oralen Kontrazeptiva zu „Versagern“, ist neben nicht korrekter Einnahme auch an potenzielle Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu denken.

Die in Österreich am Markt befindlichen oralen Kontrazeptiva bestehen einerseits aus der großen Gruppe der kombinierten oralen Kontrazeptiva (COC), in denen verschiedene Östrogen-Gestagen-Kombinationen vorliegen, und andererseits aus reinen Gestagenpräparaten („Minipille“).

Zur Notfallverhütung stehen entweder Präparate mit hoch dosiertem Levonorgestrel (Vikela®, Postinor®) oder aber der selektive Progesteronrezeptor-Modulator Ulipristalacetat (ellaOne®) zur Verfügung, beide Wirkstoffe sind mittlerweile rezeptfrei erhältlich.

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Test

Fallbeispiel aus der Apotheke

Frau M., 28 Jahre, verlangt etwas aufgeregt in der Apotheke die „Pille danach“. Sie gibt an, vor 12 Stundenpillerotungeschützten Geschlechtsverkehr mit ihrem neuen Freund gehabt zu haben. Im Gespräch erzählt sie, dass sie froh ist, dass es in Zukunft keine solchen Notfälle mehr geben wird. Sie hat nämlich noch eine Dreimonatspackung Mercilon® zu Hause gefunden. Diese Pille hat sie drei Jahre lang genommen, aber mit dem Ende ihrer letzten Beziehung vor einem Jahr abgesetzt. Nun möchte sie im nächsten Zyklus wieder damit beginnen und erkundigt sich nach dem richtigen Tag für die erste Einnahme.

Gleichzeitig legt sie ein Rezept über Tegretol® ret. 200 mg 1-0-1 vor, sie nimmt dieses Medikament seit 6 Monaten gegen ihre damals erstmalig aufgetretene Epilepsie.

Frage: Welche Beratungshinweise sind für Frau M. wichtig?

Hinweis: Die im MM-Fall und der Auflösung genannten Fertigarzneimittel hat das MM-Lecture-Board beispielhaft und wertfrei für die enthaltenen Wirkstoffe bzw. -kombinationen ausgewählt. Die genannten Produkte stehen damit für alle vergleichbaren Präparate. 

Zur Auflösung

Fallauflösung

▶ Da Frau M. mit der Carbamazepin-haltigen Arzneispezialität Tegretol® ret. einen CYP-3A4-Induktor einnimmt, kommtpillegruenals Notfallverhütung nur Levonorgestrel in Betracht, allerdings muss es im vorliegenden Fall doppelt so hoch dosiert werden.

▶ Von der Einnahme des COC Mercilon® zur dauerhaften Verhütung muss abgeraten werden, da die Kombination mit CYP-3A4-Induktoren laut Fachinformation nicht empfohlen wird.

▶ Frau M. sollte sich bezüglich einer dauerhaften Lösung der Verhütungsfrage rasch mit ihrem Gynäkologen besprechen.

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