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Medikationsmanagement: Management von UAW unter Opioiden

MM Kurs Teil 44

MEDIKATIONSMANAGEMENT – Teil 44 - Neben Übelkeit und Obstipation (siehe MM-Teil 43) können auch andere Neben- und Wechsel- wirkungen unter Opioidtherapie auftreten. Was bei der Beratung beachtet werden sollte.

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Medikationsmanagement: Management von UAW unter Opioiden

Neben Übelkeit und Obstipation (siehe MM-Teil 43) können auch andere Neben- und Wechselwirkungen unter Opioidtherapie auftreten. Was bei der Beratung beachtet werden sollte.

Opioidwirkstoffe sind zur Behandlung starker Schmerzen akuter und chronischer Art unentbehrlich. Ihr Einsatz folgt im Allgemeinen dem WHO-Stufenschema zur Tumorschmerztherapie, bei nicht tumorbedingten Schmerzen hingegen steht die S3-Leitline LONTS (Langzeitanwendung von Opioiden bei nicht tumorbedingten Schmerzen) zur Verfügung.

Die einzelnen Opioidwirkstoffe unterscheiden sich durch ihre analgetische Potenz (schwache und starke Opiode bzw. Opiode der Stufe II oder III im WHO-Stufenschema), pharmakokinetische Para-
meter und den zur Verfügung stehenden Applikationswegen: nicht retardierte oder retardierte orale Zubereitungen, transdermale, rektale, bukkale, nasale oder intravenöse Applikation.

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Fallbeispiel aus der Apotheke

Herr Z., 50 Jahre, ist chronischer Schmerzpatient und erhält eine Dauertherapie mit Tramadol in retardierter Form.pillerotAufgrund der Ereignisse der letzten Jahre – seine Frau ist nach langer Krankheit verstorben, seinem Bruder, der an Epilepsie leidet, musste er einen Heimpflegeplatz organisieren – benötigt er zudem eine antidepressive Therapie.  Nach mehreren Therapieversuchen bekommt er nun das Antidepressivum Bupropion.

Da die Schmerzkontrolle schlechter geworden ist, muss Herr Z. seine Tramal®-Tabletten öfters am Tag einnehmen. Seinen runden Geburtstag wollte er trotzdem ausgiebig feiern – auf der Feier erleidet er einen epileptischen Anfall und muss stationär aufgenommen werden.

Fragen: Wie könnte es zu diesem Ereignis gekommen sein? Wie könnte die Therapie sinnvoll umgestellt werden?

Hinweis: Die im MM-Fall und der Auflösung genannten Fertigarzneimittel hat das MM-Lecture-Board beispielhaft und wertfrei für die enthaltenen Wirkstoffe bzw. -kombinationen ausgewählt. Die genannten Produkte stehen damit für alle vergleichbaren Präparate.

Zur Auflösung

Fallauflösung

▶ Mit Tramadol und Bupropion liegen zwei Wirkstoffe vor, die in der Lage sind, die Krampfschwelle zu senken.pillegruen

▶ Vermutlich wurde dieser Effekt durch übermäßigen Alkoholgenuss auf der Feier noch verstärkt. Schlafmangel und die eventuell familiär bedingte Epilepsieneigung könnten zusätzlich zur Entwicklung des Anfalls beigetragen haben.

Die verminderte  Wirkung von Tramadol ist durch die fehlende Umwandlung in den aktiven schmerzstillenden Metaboliten  durch Bupropion zu erklären, einen potenten CYP2D6-Hemmer.

Empfehlung: Zur Lösung des Hautproblems sollte auf eine andere antidepressive Therapie umgestellt und eventuell auch das Schmerzmittel gewechselt werden, um ein besser verträgliches Produkt zu finden. Zusätzlich sollte Herr Z. Alkohol meiden.

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