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Medikationsmanagement: Angriff auf das RAA-System

MM Kurs Teil 41

MEDIKATIONSMANAGEMENT – Teil 41 - Hemmstoffe des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems sind eine gut verträgliche Substanzklasse. Einige wenige charakteristische Neben- und Wechselwirkungen sind zu beachten.

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Medikationsmanagement: Angriff auf das RAA-System

Hemmstoffe des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems sind eine gut verträgliche Substanzklasse. Einige wenige charakteristische Neben- und Wechselwirkungen sind zu beachten.

Das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS) spielt eine zentrale Rolle in der Blutdruckregulation und besteht aus einer Kaskade von Funktionsproteinen (Renin, Angiotensinogen, Angiotensin I und II). Diverse Stimuli können den Ausgangspunkt für die Aktivierung des RAAS bilden, die zur verstärkten Ausschüttung des Enzyms Renin führen, welches das zirkulierende Angiotensinogen in Angiotensin I umwandelt:

▶ Abfall des renalen Perfusionsdrucks,

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Test

Fallbeispiel aus der Apotheke

Herr S., 78 Jahre, löst ein Rezept von seinem Hausarzt ein:pillerot

Lisinopril 10 mg 1-0-1

Spironolacton 50 mg 1-0-0

Thrombo® ASS 100 mg 0-1-0

Pantoprazol 20 mg 1-0-0

Zusätzlich legt er ein Rezept vom Urologen vor, das er aufgrund eines Harnwegsinfektes bekommen hat:

Triprim® 300 mg 1x täglich für 10 Tage

Zudem hätte er gern ein frei verkäufliches Präparat mit 400 mg
Ibuprofen, da er unangenehm ziehende Schmerzen im Rücken hat,
die er auf den Harnwegsinfekt zurückführt.

Frage: Welche Komplikationen drohen durch die Medikamenten-
kombination?

Hinweis: Die im MM-Fall und der Auflösung genannten Fertigarzneimittel hat das MM-Lecture-Board beispielhaft und wertfrei für die enthaltenen Wirkstoffe bzw. -kombinationen ausgewählt. Die genannten Produkte stehen damit für alle vergleichbaren Präparate.

Zur Auflösung

Fallauflösung

Die Kombination von ACE-Hemmer und Spironolacton ist in der Regel Bestandteil einer Herzinsuffizienztherapie.pillegruen

▶ Bei dem hohen Alter des Kunden und der vorbestehenden
Herzerkrankung ist auch von einer eingeschränkten Nieren-
funktion
auszugehen. Die Kombination ACE-Hemmer/Spironolacton ist schon per se mit einem erhöhten Risiko für Hyperkaliämie behaftet, Kalium- und Nierenwerte sollten hier in regelmäßigen Abständen monitiert werden.

▶ Eine weitere Anhebung des Serumkaliums droht durch das Antibiotikum Trimethoprim und durch die unkritische Selbstmedikation mit NSAR, das Serumkalium erhöhen bzw. in Kombination mit dem ACE-Hemmer und Diuretikum die Nierenwerte verschlechtern kann.

▶ Die Abgabe von NSAR ist zu vermeiden, alternativ kann auf Paracetamol zurückgegriffen werden.

▶ Bezüglich des Trimetho­prims sollte der Arzt kontaktiert werden.

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