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Medikationsmanagement: Demenz: Memantin, Ginkgo, Risperidon & Co

MM Kurs Teil 38

MEDIKATIONSMANAGEMENT – Teil 38 - (Demenz Teil 2) Der zweiten Teil widmet sich weiteren Antidementiva und der Problematik von Polypharmazie und Begleitsymptomen bei der Demenz.

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Medikationsmanagement: Demenz: Memantin, Ginkgo, Risperidon & Co

(Demenz Teil 2) Der zweiten Teil widmet sich weiteren Antidementiva und der Problematik von Polypharmazie und Begleitsymptomen bei der Demenz.

Die S3-Leitlinie „Demenzen“ der DGPPN (Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde) und DGN (Deutsche Gesellschaft für Neurologie) 2016 rät beim Einsatz der Antidementiva zu einer Orientierung an Demenzform und Erkrankungsstadium.

1. Memantin

Der nonkompetitive NMDA-Rezeptor-Antagonist Memantin (Axura®, Ebixa® und Generika) wird in diesen Leitlinien ausschließlich für die Alzheimer-Demenz empfohlen, und zwar für das mittelschwere (MMSE 10–19) oder schwere Stadium (MMSE 3–10). Memantin ist strukturell eng verwandt mit dem Antiparkinsonmittel Amantadin und soll wie dieses die Wirkung des exzitatorischen Neurotransmitters Glutamat am NMDA-Rezeptor regulieren. Eine Kombination mit AChE-Inhibitoren ist möglich.
Die Datenlage zu einer Add-on-Behandlung mit Memantin bei Patienten mit schwerer Alzheimer-Demenz, die Donepezil erhalten, ist widersprüchlich – sie kann erwogen werden. Die Behandlung der schweren Alzheimer-Demenz ist eine Off-label-Behandlung. Für eine Add-on-Behandlung mit Memantin bei Patienten mit mittelschwerer Alzheimer-Demenz (MMSE: 10–14 Punkte), die bereits einen Acetylcholinesterase-Hemmer erhalten, liegt keine überzeugende Evidenz vor. Es kann keine Empfehlung gegeben werden (Leitlinie DGPPN, DGN, 2016).

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Test

Fallbeispiel aus der Apotheke

Frau F., 84 a, Alzheimer-Demenz, bipolar-affektive Störung, arterielle Hypertonie, Harninkontinenz, hat folgende Dauermedikation:pillerot

Mirtazapin 30 mg 0-0-2
Venlafaxin 150 mg 2-0-0
Memantin 20 mg 1-0-0
Lisinopril 10 mg 1-0-0
Urivesc® ret. 60 mg 1-0-0

Wegen akuter LWS-Schmerzen erhält sie nun zusätzlich 2 x täglich 400 mg Dexibuprofen. In der Folge wirkt die Patientin zunehmend verwirrt, schwindelig und sturzgefährdet. Es zeigt sich erstmals eine GFR von 28 (schwerer Nierenfunktionsverlust).

Frage: Wie kam es zu der Veränderung?

Zur Auflösung

Fallauflösung

▶ Durch die Gabe des NSAR hat sich die Nierenfunktion akut verschlechtert.
▶ Da Memantin überwiegend über die Niere ausgeschieden wird, konnte es kumulieren, wodurch es zu den zunehmenden Nebenwirkungen kam.

pillegruen

 

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