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Medikationsmanagement: Neuere Antidiabetika im Check

MM Kurs Teil 25

MEDIKATIONSMANAGEMENT – TEIL 25 - Immer mehr Typ-2-Diabetiker werden mit Inkretinmimetika oder Gliptinen behandelt, denn die neuen Insulinotropika lösen kaum Hypoglykämien und Gewichtszunahmen aus. Gute Beratung braucht es dennoch.

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Medikationsmanagement: Neuere Antidiabetika im Check

Immer mehr Typ-2-Diabetiker werden mit Inkretinmimetika oder Gliptinen behandelt, denn die neuen Insulinotropika lösen kaum Hypoglykämien und Gewichtszunahmen aus. Gute Beratung braucht es dennoch.

Glucagon-like peptid (GLP 1) stellt den wichtigsten endokrinen Mediator der Insulinfreisetzung aus der Betazelle des Pankreas dar. Das 30 Aminosäuren umfassende Peptidhormon wird im Dünndarm gebildet. Via Bindung an den G-Protein gekoppelten GLP-1-Rezeptor der Betazelle bewirkt es den Verschluss der Kaliumkanäle, was zur Depolarisation der Betazelle und letztendlich zur Insulinfreisetzung führt. Über 70 % der postprandialen Insulinausschüttung passieren auf diese Weise.
Ein zusätzlicher Effekt von GLP 1 ist die Verzögerung der Magenentleerung, das Sättigungsgefühl wird verstärkt. Der Abbau des körpereigenen GLP 1 erfolgt innerhalb von wenigen Minuten durch das Enzym Dipeptylpeptidase 4 (DPP4).
Mit der Entwicklung der Inkretinmimetika und Gliptine ist es gelungen, die insulinotropen Wirkungen von GLP 1 auf zwei verschiedene Weisen nutzbar zu machen:

  • Inkretinmimetika (z.B. Exenatid Byetta® oder Liraglutid Victoza®) sind GLP-1-Analoga mit minimal veränderter Aminosäurenfrequenz, die die Wirkung des GLP 1 an seinem Rezeptor imitieren. Als Peptide sind sie ausschließlich parenteral verabreichbar und werden wie Insulin subcutan in Oberschenkel, Oberarm oder Abdomen gespritzt.
  • Gliptine (z.B. Vildagliptin Galvus® oder Saxagliptin Onglyza®) sind Dipeptidylpeptidase-4 (DPP-4)-Inhibitoren und vermindern daher den Abbau von körpereigenem GLP 1 durch das Enzym. Sie eignen sich für die orale Verabreichung.

1. Inkretinmimetika (GLP-1-Analoga)

Kurzwirksam oder retard: Mehrere Inkretinmimetika befinden sich derzeit am österreichischen Markt, da­runter retardierte Präparate, die nur einmal wöchentlich verwendet werden (z.B. mikroverkapseltes Exenatid, Bydureon®) und eine Fixkombination mit einem Basalinsulin (Xultophy®).

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