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Medikationsmanagement: „Zytoralia“ an der Tara

MM Kurs Teil 24

MEDIKATIONSMANAGEMENT – TEIL 24 - Orale Tumortherapeutika bedeuten ein mehr an Freiheit, aber auch Verantwortung für Krebspatienten. Bezüglich potenzieller Nebenwirkungen und Wechselwirkungen braucht es gezielte Beratung.

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Medikationsmanagement: „Zytoralia“ an der Tara

Orale Tumortherapeutika bedeuten ein mehr an Freiheit, aber auch Verantwortung für Krebspatienten. Bezüglich potenzieller Nebenwirkungen und Wechselwirkungen braucht es gezielte Beratung.

Die moderne Krebstherapie wandelt sich. Neben den „klassischen“ Zytostatika etablieren sich immer mehr „zielgerichtete“ Wirksubstanzen, die sich spezifische biologische und molekulare Eigenschaften der Tumorzellen zunutze machen und daher nur für Tumorarten mit speziellen Merkmalen zugelassen sind. Dazu gehören etwa Wirkstoffe aus der Reihe der mono­klonalen Antikörper (Endung -mab, nur parenteral verabreichbar, z.B. Tras­tuzumab, Herceptin®), die große Gruppe der Tyrosinkinase-Inhibitoren (Endung -nib, z.B. Lapatinib, Tyverb®) oder Immunmodulatoren wie Thalidomid und Lenalidomid (Revlimid®). Ein Umbruch in der Therapie ergibt sich auch dadurch, dass immer mehr Pharmaka in oraler Form als sogenannte „Zytoralia“ verfügbar sind. Dazu zählen u.a.:

  • Klassische Zytostatika greifen in verschiedene Phasen des Zellzy­klus ein und zielen auf die hohe Teilungsrate der Tumorzellen ab. Krebszellen werden abgetötet oder in ihrer Proliferation gehemmt, z.B.: Cyclophosphamid (Endoxan®), Capecitabin (Xeloda®), Tegafur (Teysuno®)
  • Tyrosinkinase-Inhibitoren hemmen gezielt die (z.B. durch Wachstumsfaktoren ausgelöste) Aktivierung verschiedener Tyrosinkinasen bzw. die nachfolgende Signaltransduktion in der Zelle, z.B.: Imatinib (Glivec®), Erlotinib (Tarceva®).
  • Antihormonell wirksame Sub­stanzen werden bei hormonabhängigen Tumoren wie Mamma- oder Prostatakarzinom eingesetzt. Die Nebenwirkungen sind vergleichsweise moderat und erklären sich vor allem aus dem Hormonabfall (Hitzewallungen, Scheidentrockenheit, Muskel- und Gelenksschmerzen), z.B. Aromataseinhibitoren: Anastrozol (Arimidex®), Letrozol (Femara®), Exemestan (Aromasin®) und Antiöstrogene: Tamoxifen (Nolvadex®).
  • Immunmodulatoren zeigen verschiedene immunmodulatorische Effekte, wie etwa Aktivierung der natürlichen Killerzellen und T-Zellen, Angiogenesehemmung oder Einfluss auf tumorfördernde Mediatorstoffe.

Hohes Wechselwirkungsrisiko

Tumortherapeutika zählen per se zu den neben- und wechselwirkungsreichen Substanzen. Die perorale Therapie ist naturgemäß noch anfälliger für Interaktionen als der parenterale Verabreichungsweg. Folgende Punkte erhöhen zusätzlich das Wechselwirkungsrisiko bei Tumorpatienten:

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