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Medikationsmanagement: Achtung! Nebenwirkung Sturz

MM Kurs Teil 18

MEDIKATIONSMANAGEMENT – TEIL 18 - Stürze können für alte Menschen verheerende Folgen haben. Neben vielen anderen Faktoren können auch Medikamente das Sturzrisiko erhöhen.

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Medikationsmanagement: Achtung! Nebenwirkung Sturz

Stürze können für alte Menschen verheerende Folgen haben. Neben vielen anderen Faktoren können auch Medikamente das Sturzrisiko erhöhen.

Stürze sind besonders bei Senioren gefürchtet: Mit zunehmendem Lebensalter steigt das Risiko einen Sturz zu erleiden stark an, zusätzlich kommt es durch die höhere Fragilität der Knochen häufiger zu schweren Verletzungen wie Frakturen. Verletzungsfolgen können die Mobilität des Betroffenen vorübergehend oder dauerhaft einschränken, im schlimmsten Fall bis hin zum Verlust der Selbstständigkeit.

Auch die Entwicklung einer sogenannten „Sturzangst“ kann dazu führen, dass sich die Betroffenen weniger bewegen, die Konsequenz sind Muskel­abbau und Verlust koordinativer Fähigkeiten, was in der Folge die Sturzgefahr weiter erhöht. Die Risikofaktoren für Sturzgefahr sind vielfältig (siehe Artikelende).  Im Rahmen des Medikationsmanangements ist es wichtig,

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Test

Fallbeispiel aus der Apotheke

pillerot

Frau Z., 79 J., RR 103/70, leidet seit 25 Jahren an Diabetes mellitus  Typ II mit diabetischer Polyneuropathie in den Beinen sowie unter  fortgeschrittener Coxarthrose rechts.
Ihr Mann ist vor einer Woche nach langer Krankheit verstorben,  Frau Z. zeigte daraufhin eine depressive Reaktion sowie Unruhe- zustände und Schlafstörungen. Der Arzt hat ihr Folgendes verordnet:

Saroten® ret. 50 mg Kps. 0-0-1
Xanor® 1 mg bei Bedarf (vor allem für das Begräbnis)

Frage: Welche Faktoren bezüglich Sturzgefahr sind hier zu beachten?

Hinweis: Die im MM-Fall und der Auflösung genannten Fertigarzneimittel hat das Lecture-Board beispielhaft und wertfrei für die enthaltenen Wirkstoffe bzw. -kombinationen ausgewählt. Die genannten Produkte stehen damit für alle vergleichbaren Präparat

Zur Auflösung

Fallauflösung

pillegruen

  • Durch die diabetische Polyneuropathie und die fortgeschrittene Hüftarthrose könnten bereits von vornherein Gangunsicherheiten bestehen.
  • In der Anfangsphase der Medikation mit Amitriptylin kann Verschwommensehen auftreten. Zusätzlich hat die Kundin einen niedrigen Blutdruck, der sich durch die Medikation verschlechtern kann.
  • Das Benzodiazepin kann die Gangunsicherheit verstärken, zudem ist die Dosierung sehr hoch gewählt – laut Fachinformation sind für ältere Patienten maximal 0,75 mg täglich in 3 Einzeldosen empfohlen. Auch der Schlafmangel der letzten Tage kann sich negativ auf die Reaktionsbereitschaft auswirken.

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