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Medikationsmanagement: Kalium aus dem Gleichgewicht

MM Kurs Teil 6

MEDIKATIONSMANAGEMENT – TEIL 6
Diverse Arzneimittel sind in der Lage, den Kaliumhaushalt des Körpers zu stören. Die klinische Relevanz hängt maßgeblich von Komedikation und Begleiterkrankungen ab.

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Medikationsmanagement: Kalium aus dem Gleichgewicht

Diverse Arzneimittel sind in der Lage, den Kaliumhaushalt des Körpers zu stören. Die klinische Relevanz hängt maßgeblich von Komedikation und Begleiterkrankungen ab.

Als wichtigstes intrazelluläres Kation hat Kalium eine zentrale Bedeutung bei der Aufrechterhaltung des Ruhemembranpotenzials der Zelle. Ein ausgeglichener Kaliumhaushalt ist daher essenziell für die physiologische Erregbarkeit von Nerven- und Muskelzellen sowie für die Reizbildung, Reizweiterleitung und Kontraktion des Herzmuskels.  In der Blutdruckregulation und im Säure-Basen-Haushalt spielt Kalium eine bedeutende Rolle, genauso sind diverse enzymatische Reaktionen, die Glykogenspeicherung in der Muskulatur und der Insulinstoffwechsel kaliumabhängig.

Störungen des Kaliumhaushalts können prinzipiell durch die Beeinflussung der Kaliumaufnahme, -ausscheidung oder aber durch Veränderungen des Gleichgewichts zwischen intra- und extrazellulärer Konzen­tration des Mineralstoffs entstehen.  In der Entwicklung klinisch bedeutsamer Hypo- oder Hyperkaliämien spielen Arzneimittel eine große Rolle, häufig in Kombination mit anderen patienteneigenen Risikofaktoren.

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Test

Fallbeispiel aus der Apotheke

pillerot

Frau S., 81 Jahre, wird mit einem sinusatrialen Block Grad III (vollständig sinuaurikulärer Block) bei einem Serum-Kalium  von 7,7 mmol/l  und einem Serumkreatinin von 4 mg/dl  stationär aufgenommen.
Anamnese:  Hypertonie, chronische mittelgradige  Niereninsuffizienz, Diabetes mellitus Typ II
Medikation:

Ramipril  5 mg 1-0-1
NovoNorm® 1 mg 1-1-1
Thrombo ASS® 100 mg 1-0-0
Esomeprazol 20 mg 1-0-0

Wegen eines Harnwegsinfektes Triprim® 300 mg für 10 Tage
Frage: Was könnte die Ursache für die Hyperkaliämie gewesen sein?

Hinweis: Die im MM-Fall und der Auflösung genannten Fertigarzneimittel hat das Lecture-Board beispielhaft und wertfrei für die enthaltenen Wirkstoffe bzw. -kombinationen ausgewählt. Die genannten Produkte stehen damit für alle vergleichbaren Präparate.

Zur Auflösung

Fallauflösung

pillegruen

Mit der chronischen Niereninsuffizienz und dem Diabetes mellitus  liegen bereits Risikofaktoren für die Entwicklung einer  Hyperkaliämie vor.
Der ACE-Hemmer Ramipril wirkt kaliumretinierend, dazu kommt nun das bakteriostatische Chemotherapeutikum Trimethoprim, das eine Amilorid-ähnliche Wirkung am distalen Tubulus besitzt und daher ebenfalls zur Hyperkaliämie beitragen ka

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