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DFP Literaturstudium: Hämodialysezugänge: planen, ausführen, nachsorgen

CliniCum

Aufgrund der kontinuierlich steigenden Zahl terminal niereninsuffizienter Patienten sowie der zunehmend längeren Überlebenszeit an der Dialyse werden alle beteiligten Berufsgruppen mit zunehmend komplexeren Situationen und Anforderungen konfrontiert, die eine umfassende multidisziplinäre Betreuung erfordern. (CliniCum 3/18)

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DFP Punkte
2
Fortbildungs-ID
609721
Fortbildungsanbieter
Wilhelminenspital Wien, Abteilung für Chirurgie mit Schwerpunkt Gefäßchirurgie

DFP Literaturstudium: Hämodialysezugänge: planen, ausführen, nachsorgen

Aufgrund der kontinuierlich steigenden Zahl terminal niereninsuffizienter Patienten sowie der zunehmend längeren Überlebenszeit an der Dialyse werden alle beteiligten Berufsgruppen mit zunehmend komplexeren Situationen und Anforderungen konfrontiert, die eine umfassende multidisziplinäre Betreuung erfordern. (CliniCum 3/18)

li: Präoperative Untersuchung und Planung re: Distaler radio-cephaler Shunt (Cimino-Shunt)
li: Präoperative Untersuchung und Planung
re: Distaler radio-cephaler Shunt (Cimino-Shunt)

Die Chirurgie zur Schaffung eines Zuganges für die chronische Hämodialyse ist exemplarisch in der Gefäßmedizin: ein multidisziplinäres Miteinander auf individualisierte Therapieansätze für sehr unterschiedliche Patienten fokussiert. In der Dialysechirugie gilt es noch viel mehr als in anderen gefäßmedizinischen Bereichen, auf angiomorphologische, internistische und soziale Umstände sowie auf persönliche Bedürfnisse der Patienten einzugehen. Dementsprechend ist die Planung und Ausführung der Eingriffe von technisch und fachlich ausgezeichneten Ärztinnen und Ärzten aus Nephrologie, Radiologie, Angiologie, Gefäß- und Transplantationschirurgie im Rahmen einer sehr engen Kommunikation durchzuführen. Besonders wichtig ist es, die Möglichkeit der Peritonealdialyse in diese Überlegungen einfließen zu lassen. In diesem Artikel wird auf die Planung, Ausführung und Nachsorge des Gefäßzuganges zur Hämodialyse auf Basis der geltenden S3-Leitlinien der „Gefäßzugänge für die Hämodialyse: Interdisziplinäre Arbeitsgruppe – GHIA“ eingegangen.1

Planung

Patientenerstvorstellung. Der erste und wichtigste Schritt ist die rechtzeitige Patientenzuweisung. Eine erfolgreiche Dialysebehandlung beginnt bereits bei der Planung und erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Nephrologen und Shuntchirurgen. Vergleichbar mit der Eröffnungsphase im Schachspiel sind bereits die ersten Züge richtungsweisend. Alle weiteren therapeutischen Schritte basieren und bauen auf diesen auf – ob gut oder weniger gut gesetzt. Bereits das richtige Timing zur Shuntanlage erfordert vom behandelnden Nephrologen ein hohes Maß an Erfahrung. Die relativ simple leitlinienbasierte Empfehlung lautet hier: „Potenzielle Hämodialysepatienten sollten einem Chirurgen bzw. Nephrologen zur Vorbereitung der Anlage eines Gefäßzugangs vorgestellt werden, sobald die glomeruläre Filtrationsrate (GFR) weniger als 30ml/min beträgt. Eine frühere Vorstellung ist indiziert bei schwierigen Gefäßverhältnissen oder sich rapid verschlechternder Nierenfunktion.“1 Nach dem Motto „besser zu früh als zu spät“ werden in den Leitlinien der Fachgesellschaften Intervalle von der Dialyseshuntanlage bis zum zu erwartenden Dialysestart zwischen vier Wochen und sechs Monaten empfohlen.1,2 Auf diese Weise sollen zentral-venöse Katheter, allerdings auch unnötige Eingriffe für Patienten, die nie an die Dialyse kommen, so weit wie möglich vermieden werden. Eine sorgfältige Planung und OP-Vorbereitung ohne Zeitdruck sowie der Eingriff selbst sind richtungsweisend für den weiteren Verlauf. Diese Operation ist nichts für den Anfänger, zumal sie Erfahrung in der Dialysechirurgie sowie ein hohes Können hinsichtlich gefäßchirurgischer Techniken erfordert.

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