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DFP Literaturstudium: Update Osteoporose

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Schätzungen zufolge leiden in Österreich zumindest 500.000 Menschen an Osteoporose. Wichtigstes Ziel von Prävention und Therapie ist die Verhinderung einer Fraktur. Ärztliche Aufgabe ist es, rechtzeitig den fließenden Übergang von Prävention zu Therapie zu erkennen und Patienten zu motivieren, auch eine eventuell erforderliche langfristige Therapie einzuhalten. (ärztemagazin 04/18)

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DFP Punkte
2
Fortbildungs-ID
609636
Fortbildungsanbieter
KH-Hietzing, Institut für Physikalische Medizin und Rehabilitation
AutorIn(nen)

DFP Literaturstudium: Update Osteoporose

Foto: Panama7/GettyImagesSchätzungen zufolge leiden in Österreich zumindest 500.000 Menschen an Osteoporose. Wichtigstes Ziel von Prävention und Therapie ist die Verhinderung einer Fraktur. Ärztliche Aufgabe ist es, rechtzeitig den fließenden Übergang von Prävention zu Therapie zu erkennen und Patienten zu motivieren, auch eine eventuell erforderliche langfristige Therapie einzuhalten. (ärztemagazin 04/18)

Die osteoporotische Fraktur stellt in vielen Fällen die Erstmanifestation einer seit Langem bestehenden Osteoporose dar. Osteoporose-bedingte Knochenbrüche führen bei den Betroffenen zu einer deutlich eingeschränkten Lebensqualität und zu funktionellen Einschränkungen – und sie erhöhen die Mortalität. Österreich zählt weltweit zu den Ländern mit der höchsten Inzidenz für proximale Femurfrakturen. Die osteoporotische Fraktur ist aber kein unabwendbares Schicksal, vielmehr ist sie das Ergebnis einer weit in die jeweilige Patientengeschichte zurückreichenden negativen Entwicklung des Knochenstoffwechsels. Von enormer Bedeutung für den Verlauf und die Prognose der Erkrankung ist, dass der Allgemeinmediziner Alarmzeichen und ungünstige Konstellationen für die Entwicklung einer Osteoporose frühzeitig erkennt und die notwendigen Schritte einleitet. Risikopatienten sollen erkannt und das Sturz- und individuelle Frakturrisiko beurteilt werden.

1. Diagnostisches Vorgehen

1.1. Anamnese und klinische Untersuchung

Eine umfassende Anamnese ist das Um und Auf zur Evaluation des Osteoporoserisikos. Zur Abschätzung des Frakturrisikos sollten neben der Knochendichte anthropometrische und anamnestische Risikofaktoren erhoben werden. Die„niedrigtraumatische Fraktur“ (Fragilitätsfraktur) stellt das offensichtlichste und mitunter auch erste Alarmzeichen einer Osteoporose dar. Richtungsweisend in der Diagnostik sind neben Alter (>50 Jahre) und Geschlecht (weiblich) Hinweise für vertebrale Fakturen (Größenverluste, Tannenbaumphänomen, Rippen-Becken-Abstand <2cm, Witwenbuckel), Schmerzen und funktionelle Beeinträchtigungen. Ebenso sollte an die Möglichkeit einer sekundären Osteoporose gedacht werden, wenn chronische Erkrankungen vorliegen oder bestimmte Medikamente verabreicht werden. Außerdem können Angaben zur familiären und eigenen Frakturanamnese (Hüftfraktur eines Elternteils?), zum Lebensstil, zum hormonellen Status (Späte Menarche? Frühe Menopause? Primäre Amenorrhoe?) und ein Hinterfragen von Stürzen (Fallneigung? Medikation?) entscheidende Hinweise geben. Neben der ausführlichen Anamnese kommt der klinischen Untersuchung große Bedeutung zu. Wesentlich ist dabei, nach Hinweisen für vorangegangene Frakturen beziehungsweise eine erhöhte Sturzgefährdung zu suchen:

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