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DFP Literaturstudium: NSAR – Wann und wie

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Nichtsteroidale Antirheumatika gehören zu den am häufigsten verschriebenen Medikamenten. Sie können nützlich sein, sollten aber nur bei klarer Indikation und dann so kurz wie möglich genommen werden. (ärztemagazin 19/17)

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2
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596953
Fortbildungsanbieter
Österreichische Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (ÖGAM)
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DFP Literaturstudium: NSAR – Wann und wie

Foto: areeya_ann/GettyImagesNichtsteroidale Antirheumatika gehören zu den am häufigsten verschriebenen Medikamenten. Sie können nützlich sein, sollten aber nur bei klarer Indikation und dann so kurz wie möglich genommen werden. (ärztemagazin 19/17)

Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) haben analgetische, antipyretische und antiphlogistische Wirkungen. Manche NSAR haben auch noch andere Wirkungen wie etwa die Hemmung der Thrombozytenaggregation. Im Folgenden kommen jedoch nur die Hauptwirkungen der NSAR in Betracht.
NSAR können in nahezu jeder Verabreichungsform verwendet werden: oral, parenteral, lokal oder auch als Augentropfen.

1. Wirkmechanismus und Arten von NSAR

Der Wirkmechanismus der NSAR besteht in einer Hemmung der Cyclooxygenase (COX). Dieses Enzym katalysiert die Umwandlung von ungesättigten ­Fettsäuren wie beispielsweise Arachidonsäure in Prostaglandine. Cyclooxygenasen finden sich im endoplasmatischen Retikulum, innerhalb der Kernhülle sowie im Golgi-Apparat. Die COX besitzt zwei Hauptisoformen, COX-1 und COX-2. Prostaglandine haben u.a. die Funktion der Sensibilisierung von Nozizeptoren, der Fieberinduktion und der Entzündungsmediation. Die COX-Hemmung wirkt daher schmerzstillend, fiebersenkend und entzündungshemmend. Aber Prostaglandine führen auch zu Thrombozytenaggregation, was die aggregationshemmende Wirkung von NSAR erklärt; sie steigern darüber hinaus die Darmmotilität und können zu einer Natriumretention führen. NSAR können zu Diarrhoe, Ulcera im Gastrointestinaltrakt und Schädigung der Nierenfunktion führen. Es gibt eine Reihe chemisch recht unterschiedlicher NSAR, die Tabelle gibt einen Überblick. Aufgrund ihrer differenziellen Wirkung auf COX-1 und COX-2 ist eine Einteilung der NSAR in „nichtselektive“ (Hemmung beider Isoenzyme), schwach COX-2-selektive (z.B. Meloxicam) und COX-2-selektive (die sogenannten Coxibe) möglich, wenngleich auch unter Experten nicht unumstritten.

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