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DFP Literaturstudium: ADHS – Ein Fall für die ganze Familie

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Die Diagnose ADHS darf erst nach gründlicher Abklärung gestellt werden. Im Gegensatz zu populären Sichtweisen ist die Medikation mit Stimulanzien keineswegs Therapie der ersten Wahl. (ärztemagazin 16/17)

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DFP Punkte
2
Fortbildungs-ID
593128
Fortbildungsanbieter
Österreichische Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (ÖGAM)
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DFP Literaturstudium: ADHS – Ein Fall für die ganze Familie

Illustration: VvoeVale/GettyImagesDie Diagnose ADHS darf erst nach gründlicher Abklärung gestellt werden. Im Gegensatz zu populären Sichtweisen ist die Medikation mit Stimulanzien keineswegs Therapie der ersten Wahl. (ärztemagazin 16/17)

Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine der häufigsten psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter – man geht von einer Prävalenz zwischen drei und zwölf Prozent aus. Ein Grund für diese relativ große Schwankungsbreite der epidemiologischen Angaben ist die Verwendung unterschiedlicher Klassifikationssysteme. Der Hamburger Arbeitskreis ADS|ADHS geht von 2,5 Prozent bis sechs Prozent Betroffenen im Alter zwischen fünf und 18 Jahren aus. Internationale Schätzungen kommen zu einer Prävalenz von fünf bis sechs Prozent.

In Erhebungen, in denen Eltern und vor allem Lehrer befragt werden, liegen die Raten der Kinder und Jugendlichen, bei denen ein ADHS vermutet wird, allerdings höher – nämlich bei bis zu 18 Prozent. Dies weist bereits darauf hin, dass die Diagnose ADHS nicht nur in der Öffentlichkeit bekannt und gewissermaßen populär geworden ist, sondern auch ein wissenschaftliches Konstrukt darstellt. Nicht jedes Kind, das den Unterricht stört oder verhaltensauffällig ist, hat ADHS. Es gibt jedoch – international und transkulturell – eine Menge Belege für die klinische Relevanz der Diagnose ADHS. Was es bisher nicht gibt, ist ein klares biologisches Substrat für ADHS. Und auch sonst sind längst nicht alle Fragen rund um dieses Störungsbild geklärt.

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