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DFP Literaturstudium: Immuntherapie bei Krebs

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Das Ziel der Immuntherapie bei Krebspatienten ist: Das Immunsystem des Patienten soll die malignen Zellen (besser) erkennen und angreifen. Gute Wirksamkeit hat die Therapie beispielsweise beim malignen Melanom, dem nicht-kleinzelligen Lungenkrebs und dem Nierenkarzinom gezeigt. (ärztemagazin 15/17)

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DFP Punkte
2
Fortbildungs-ID
592197
Fortbildungsanbieter
Universitätsklinik für Innere Medizin I Medizinische Universität Wien
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DFP Literaturstudium: Immuntherapie bei Krebs

Das Ziel der Immuntherapie bei Krebspatienten ist: Das Immunsystem des Patienten soll die malignen Zellen (besser) erkennen und angreifen. Gute Wirksamkeit hat die Therapie beispielsweise beim malignen Melanom, dem nicht-kleinzelligen Lungenkrebs und dem Nierenkarzinom gezeigt. (ärztemagazin 15/17)

T-Zellen attackieren nach einer Behandlung mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren den Tumor (Mausmodell)
T-Zellen attackieren nach einer Behandlung mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren den Tumor (Mausmodell)

Vor rund 35 Jahren wurden erste Hinweise gefunden, dass das Immunsystem Tumore nicht nur erkennen, sondern auch deren Entwicklung kontrollieren beziehungsweise bremsen kann. Dieser Vorgang wurde als „Immunüberwachung“ (englisch „immunosurveillance“) bekannt. Zunächst stand im Fokus der Forscher, welche Komponenten des Immun­systems für die Immunüberwachung unerlässlich sind und wann, wie und warum sie bei Krebspatienten nicht mehr funktionieren; auf Basis dieser ­Daten konnte die Immuntherapie entwickelt werden. Ziel der Immuntherapie ist es daher, das ­Immunsystem zu stärken, entweder durch eine Verbesserung der Fähigkeit, Tumore zu entdecken, oder durch Bereitstellung einer noch fehlenden Immun-Effektorfunktion.1

Die Immuntherapie unterscheidet sich grundlegend von der Chemotherapie. Die zwei wesentlichen Vorteile sind die Adaptabilität und die anhaltende Wirkung: Ein einmal aktiviertes Immunsystem könnte sich an mögliche Krebsmutationen anpassen und daher auch mutierte Tumorantigene erkennen; zudem könnte das Ansprechen länger anhalten, da das Immunsystem über ein gutes Gedächtnis verfügt und daher, wie bei einer Infektion, „allzeit bereit“ für eine tumorspezifische Antwort wäre. Die Erkenntnis über die Interaktion zwischen Tumor und Immunsystem führte zudem zur Beobachtung, dass auch Chemotherapie und Strahlentherapie Auswirkungen auf das Immunsystem haben: einerseits direkt auf die Immunzellen, andererseits kann der durch Strahlen- und Immuntherapie induzierte Zelltod auch zu einer vermehrten Aktivierung des ­Immunsystems beitragen („immunogener Zelltod“). Für die Zukunft werden deshalb auch Kombinationstherapien überlegt und in frühen klinischen Studien auch getestet.2,3

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