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DFP Literaturstudium: Doping im Alltag

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„Doping im Alltag“ ist der Versuch gesunder ­Menschen, mithilfe pharmakologischer oder nichtpharmakologischer Maßnahmen Leistungs­fähigkeit und Wohlbefinden zu verbessern oder ­Nervosität und Ängste abzubauen („Neuroenhancement“). Doping findet zunehmend in Beruf und ­Freizeit statt, insbesondere im Freizeitsport. (ärztemagazin 13/17)

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DFP Punkte
2
Fortbildungs-ID
588075
Fortbildungsanbieter
Universitätsklinik für Psychoanalyse und Psychotherapie, Medizinische Universität Wien

DFP Literaturstudium: Doping im Alltag

Illustration: PeterHermesFurian/GettyImages„Doping im Alltag“ ist der Versuch gesunder ­Menschen, mithilfe pharmakologischer oder nichtpharmakologischer Maßnahmen Leistungs­fähigkeit und Wohlbefinden zu verbessern oder ­Nervosität und Ängste abzubauen („Neuroenhancement“). Doping findet zunehmend in Beruf und ­Freizeit statt, insbesondere im Freizeitsport. (ärztemagazin 13/17)

Medikamente, die für das Neuroenhancement missbräuchlich verwendet werden, umfassen hauptsächlich Psychostimulanzien, Antidementiva, Antidepressiva und Betablocker (s. Abb. 1). Pharmakologisches Neuroenhancement ist eine problematische Entwicklung. Gesunde Menschen nehmen durch die Einnahme von u.a. psychoaktiven Medikamenten das Risiko von schweren Nebenwirkungen auf sich. Bei vielen Neuroenhancern besteht zudem eine Gefahr, Abhängigkeiten zu entwickeln. Paradoxerweise können Neuroenhancer unter Umständen kognitive Leistungen sogar vermindern, besonders wenn Dosissteigerungen notwendig sind. Ein weiterer Aspekt ist die Verbreitung der Modedroge „Crystal Meth“, welches ein häufig in Laien-Labors illegal hergestelltes hochdosiertes Psychostimulans aus der Gruppe der Methamphetamine ist und besonders rasch abhängig macht.

1. Wozu Neuroenhancement?

Ohne Zweifel hat sich die Arbeitswelt in den letzten Jahren dramatisch verändert: vermehrte Teilzeitarbeit und gleichzeitige Verminderung von Vollzeitbeschäftigung. Dazu kommen steigende Anforderungen im Berufsleben durch zunehmende Computerisierung, der gesellschaftliche Imperativ ständiger Verfügbarkeit und Mobilität, steigende Leistungsansprüche und wachsender sozialer Druck auf nicht arbeitstätige Menschen. Konkrete Faktoren, die kognitive Funktionen im Beruf beeinflussen, sind arbeits­bezogener Stress, unregelmäßige Arbeitszeiten, Schlafmangel, Schichtarbeit und Jetlag. Hauptanwender von Neuroenhancement sind Berufstätige, Schüler und Studenten. Neuroenhancement wird dabei unter Berufstätigen längst nicht mehr vorwiegend von Managern und höheren Angestellten, sondern mittlerweile auch von Arbeitern betrieben.

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