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DFP Literaturstudium: HIV-heute: Diagnose, Therapie, Prävention

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Noch immer wird ­europaweit in fast der Hälfte der Fälle eine HIV-Infektion erst dann dia­gnostiziert, wenn die CD4-Zellzahl bereits stark ­gesunken ist. ­Gezielte Tests bei Menschen mit HIV-Indikator­erkrankungen könnten hier Abhilfe schaffen. Die Präexpositionsprophylaxe für Risiko­gruppen ist ebenfalls eine vielversprechende Neuerung. (Sonderdruck HIV, ärztemagazin 2016)

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DFP Punkte
2
Fortbildungs-ID
539669
Fortbildungsanbieter
Österreichische Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (ÖGAM)

DFP Literaturstudium: HIV-heute: Diagnose, Therapie, Prävention

Fotos: kchungtw/iStock, Vulkanov/iStock; Artwork: siduNoch immer wird ­europaweit in fast der Hälfte der Fälle eine HIV-Infektion erst dann dia­gnostiziert, wenn die CD4-Zellzahl bereits stark ­gesunken ist. ­Gezielte Tests bei Menschen mit HIV-Indikator­erkrankungen könnten hier Abhilfe schaffen. Die Präexpositionsprophylaxe für Risiko­gruppen ist ebenfalls eine vielversprechende Neuerung.

Das „Humane Immundefizienz-Virus“, kurz HIV, ist ein RNA-Virus, das zur Familie der Retroviren gehört. Zielzellen sind CD4-Helferzellen, daneben aber auch dendritische Zellen und Makrophagen. Die häufigste Eintrittspforte ist die anogenitale Schleimhaut. Zum Zeitpunkt der HIV-Primärinfektion sind viele infizierbare CD4-Zellen vorhanden, und eine HIV-spezifische Immunantwort ist noch nicht ausgebildet. Es kommt daher zunächst zu einer massiven Virusreplikation, bei der die Viruslast bis auf 10hoch7 HIV-1-RNA-Kopien/ml ansteigen kann. Mit dem Einsetzen einer virusspezifischen zellulären Immunreaktion, die vor allem durch zytotoxische CD8-Lymphozyten getragen wird, sinkt die Viruslast zumeist rasch um zwei bis drei Zehnerpotenzen (wobei typischerweise die Symptome der akuten HIV-Infektion abklingen).

In Abwesenheit einer antiretroviralen Therapie (ART) pendelt sich die Viruslast meist innerhalb von sechs Monaten auf ein individuelles Niveau („set point“) ein. Dieser „set point“ ergibt sich aus Virus- und Wirtsfaktoren, wobei noch nicht alle Determinanten im Detail aufgeklärt sind. Auf die akute Phase der HIV-Infektion, die zwischen einer und sechs Wochen nach HIV-Infektion beginnt und mit eher unspezifischen Symptomen wie Fieber, Lymphadenopathie, Gelenks-, Muskel- und Knochenschmerzen, gelegentlich auch Exanthem oder Durchfall einhergeht, folgt meist ein beschwerdefreies Intervall von mehreren Jahren.

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