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DFP Literaturstudium: Schmerzen bei Kindern

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Jeder Mensch hat Anspruch auf eine angemessene Schmerzbehandlung. Dies gilt insbesondere für Kinder und Jugendliche. Lange Zeit wurde fälschlicherweise angenommen, dass Kinder weniger Schmerzen empfinden als Erwachsene, was eine Untertherapie von kindlichen Schmerzen zur Folge hatte.

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2
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627501
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ÖGAM - Österreichische Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin
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DFP Literaturstudium: Schmerzen bei Kindern

Jeder Mensch hat Anspruch auf eine angemessene Schmerzbehandlung. Dies gilt insbesondere für Kinder und Jugendliche. Lange Zeit wurde fälschlicherweise angenommen, dass Kinder weniger Schmerzen empfinden als Erwachsene, was eine Untertherapie von kindlichen Schmerzen zur Folge hatte. (ärztemagazin 16/18) 

Aus ethischen Gründen kann Forschung bei Kindern nur sehr begrenzt eingesetzt werden. Daher ist das vorhandene Wissen umsichtig einzusetzen und bei Bedarf sind alle vorhandenen Möglichkeiten auszuschöpfen. Insuffizient behandelte oder rezidivierende Schmerzen können Kinder in ihrer normalen Entwicklung beeinträchtigen. Ziel der Therapie ist daher, Schmerzen zu vermeiden oder zu beseitigen. Akute, aber auch chronisch rezidivierende Schmerzen stellen bei Kindern ein häufiges Phänomen dar, das in die hausärztliche Praxis führt. In diesem Artikel wird auf einige ausgewählte Krankheitsbilder genauer eingegangen.

1. SCHMERZEMPFINDUNG

Sobald ein Kind lebensfähig geboren wird, kann es Schmerz empfinden. Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht von weniger als 1.000g beispielsweise weisen unspezifische Wegziehreflexe auf Schmerzreize auf. Allerdings fehlt bei diesen Kindern eine eindeutige Differenzierung zwischen nozizeptivem und nicht nozizeptivem System. Darüber hinaus ist auch die Schmerzhemmung noch nicht ausgebildet, sodass einfache Schmerzreize in eine Hyperalgesie münden können. Rezidivierende Schmerzen, aber auch unzureichende Behandlung kann daher eine enorme physische und psychische Belastung mit konsekutiver negativer Langzeitwirkung bedeuten. Die Fähigkeit, mit Schmerz umzugehen und Schmerz zu verbalisieren, ist altersabhängig. Über die Schmerzantizipation in den ersten drei Lebensmonaten können wir keine Aussage machen. Ab dem vierten Lebensmonat kommt es zum Auftreten von Traurigkeit und Ärger als Reaktion auf Schmerz. Ab dem sechsten Monat entwickelt sich die Furcht vor schmerzhaften Empfindungen. McGrath und McAlpine zeigten, dass Kinder im Alter von 18 bis 24 Monaten das Wort „schmerzen“ im Sinne von „wehtun“ zur Schmerzbeschreibung gebrauchen. Erst Drei- bis Fünfjährige beginnen Schmerz emotional zu beschreiben („schlimm“, „wahnsinnig“) (McGrath PJ, McAlpine L. J Pediatr 1993; 122:2–8).

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