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DFP Literaturstudium: Schlaflos im Alter

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Pathologische Schlafstörungen im Alter sind von altersbedingten physiologischen Veränderungen im Schlafmuster abzugrenzen.

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DFP Literaturstudium: Schlaflos im Alter

Pathologische Schlafstörungen im Alter sind von altersbedingten physiologischen Veränderungen im Schlafmuster abzugrenzen. Die Ursachen für die Schlafstörungen zu kennen ist wesentlich, um wirksame Therapien einzuleiten und negative Auswirkungen zu begrenzen.

Schlafprobleme im Alter sind häufiger als bei jüngeren Menschen: Bis zu 50 Prozent der Älteren sind betroffen1). Es ist zwischen den physiologischen Änderungen im Alter und pathologischem Geschehen zu unterscheiden. Pathologische Schlafstörungen haben vielfältige Ursachen: Im Alter treten schlafbedingte Störungen wie die obstruktive Schlafapnoe und das Restless-Legs-Syndrom häufiger auf, ebenso sekundäre Schlafstörungen durch chronische Erkrankungen und eine Zunahme an regelmäßig eingenommenen Medikamenten, die das Insomnie-Risiko erhöhen können. Schlafstörungen mindern nicht nur die Lebensqualität, sondern haben auch einen direkten Einfluss auf Mortalität und Komorbidität im Alter. Der wirksamen Therapie der Schlafstörungen bei Älteren muss eine Analyse der Ursachen vorausgehen, und alterspezifische Überlegungen müssen bei der Therapieauswahl einfließen.

Screeningfragen zur Schlafqualität
  • Um wie viel Uhr gehen Sie normalerweise zu Bett?
  • Zu welcher Uhrzeit erwachen Sie morgens normalerweise?
  • Fällt es Ihnen häufig schwer einzuschlafen?
  • Wie oft wachen Sie in der Nacht auf?
  • Wenn Sie nachts aufwachen, fällt es Ihnen schwer, wieder einzuschlafen?
  • Schnarchen Sie nachts oder haben Sie Atempausen?
  • Bewegen Sie sich nachts heftig im Bett oder treten Sie um sich?
  • Wissen Sie, ob Sie im Schlaf essen, umherlaufen, treten oder schreien?
  • Fühlen Sie sich tagsüber überwiegend müde oder schläfrig?
  • Schlafen Sie mehrfach tagsüber ein?
  • Kommt es vor, dass Sie tagsüber einschlafen, ohne dies zu wollen?
  • Wie viel Schlaf benötigen Sie, um sich wach und leistungsfähig zu fühlen?
  • Nehmen Sie irgendwelche Präparate, um Ihren Nachtschlaf zu verbessern?

1. Physiologische Veränderungen

Der Wach-Schlaf-Rhythmus ist bei Älteren oft geändert:1-4) Sie gehen früher zu Bett und wachen früher auf. Andererseits kommt es bei Älteren durch häufigeres Schlafen untertags zu einem geringeren Schlafdruck abends. Auch verbringen ältere Erwachsene tendenziell nachts weniger Zeit schlafend als jüngere; allerdings verbringen sie viel mehr Zeit im Bett, ohne zu schlafen. Diese verminderte Schlafeffizienz kommt durch längere Einschlafzeit und leichteres Erwachen zustande. Das nächtliche Erwachen entsteht durch eine Abnahme der Tiefschlafstadien: Ältere verbringen mehr Zeit in den Schlafphasen N1 und N2 (den Phasen leichteren Schlafs) und weniger in der Tiefschlafphase N3 und der Phase des „rapid eye movement“ (REM); auch setzt die erste REM-Phase früher ein.

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