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Sozialer Jetlag macht Teens müde

LEOBEN – Wenn die Tage im Herbst kürzer und die Nächte länger werden, fällt das Aufstehen in der Früh Jugendlichen besonders schwer. Die Umstellung von Sommer- auf Winterzeit bringt da nur kurze Entlastung. Besorgte Eltern sprechen oftmals Ärzten gegenüber die Tagesmüdigkeit ihres Kindes an. In der Schule fallen die Teenager u.a. wegen Konzentrationsproblemen, Leistungsdefiziten und Störungen des psychischen Wohlbefindens auf.

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Spätes Lesen am Tablet oder Smartphone verhindert die Melatoninausschüttung.

Müdigkeit bei Jugendlichen kann viele Ursachen haben, auch organische. Es kann z.B. ein Schlafapnoe- oder Hypoventilationssyndrom vorliegen, eine Anämie, ein Chronic-Fatigue-Syndrom nach EBV-Infektion oder auch eine psychische Erkrankung, vor allem eine Depression. Oftmals kommt die Tagesmüdigkeit in der Adoleszenz jedoch auch ohne zugrunde liegende Erkrankung vor, als alltägliches Phänomen des Jugendalters sozusagen.

Wie es dazu kommt? „Bei Jungendlichen verschiebt sich innerhalb weniger Jahre der Zeitpunkt des ,midsleep‘, also der Schlafmitte, stark nach hinten“, erklärt Prim. Univ.-Prof. Dr. Reinhold Kerbl,Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde sowie Pädiater und Schlafmediziner im LKH Leoben, im Gespräch mit Medical Tribune. Zum Vergleich: Während bei einem Kleinkind, das um 19 Uhr zu Bett gebracht wird, „midnight“ (0 Uhr), „middarkness“ und „midsleep“ weitgehend übereinstimmen, hat ein 17-jähriger, der um Mitternacht zu Bett geht und um 8 Uhr aufsteht, seinen „midsleep“ um 4 Uhr.

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