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Musiktherapie in der Neonatologie

An der Frühgeborenenabteilung des Universitätsspitals Zürich erhalten Frühchen und deren Eltern eine Musiktherapie. Damit sollen Anspannungen gelöst und eine tiefere und regelmäßigere Atmung erreicht werden.

Foto: BilderBox
Wissenschaftliche Studien belegen, dass sich Musiktherapie positiv auf Sauerstoffsättigung, Atmung und Puls sowie Entwicklungsfunktionen wie Schlaf, Nuckel- und Essverhalten auswirkt. Züricher Frühborene erhalten seit 2013 eine Musiktherapie.

 

Seit dem Jahr 2013 wendet die Musiktherapeutin Dr. Friederike Haslbeck an der Klinik für Neonatologie am Universitätsspital Zürich musiktherapeutische Maßnahmen an. Haslbeck nutzt Musiktherapie, um stressauslösende Geräuschquellen auf der Frühgeborenenabteilung zu reduzieren und die Entwicklung der Kinder mit Stimme und Musik zu fördern. Um mit den Frühgeborenen in Kontakt zu treten, summt sie ihren Atemrhythmus und singt diesen in einem späteren Stadium. Damit kann sie ihre kleinen Patienten angeblich therapeutisch leiten.

Schöpferische Musiktherapie

Haslbeck stützt sich auf die von Paul Nordoff und Clive Robbins ursprünglich für autistische Kinder entwickelte "Schöpferische Musiktherapie" (Creative Music Therapy bzw. Nordoff/Robbins-Musiktherapie), die sie auf Frühgeborene adaptiert hat. Die Therapeutin plädiert dafür, dass Eltern Kindern Lieder vorsingen, welche bereits in der Schwangerschaft gesungen wurden. Darüber hinaus bevorzugen die Neugeborenen Lieder in der Muttersprache ihrer Eltern, so Haslbeck.

"Atemrhythmus und Herzschlag sind ganz ursprüngliche musikalische Elemente. Bei Frühgeborenen sind beide noch sehr störungsanfällig." Friederike Haslbeck

>> Deutsche Musiktherapeutische Gesellschaft: Musiktherapie in der Neonatologie

Quelle: Universität Zürich

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