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Gestillte Kinder haben geringeres Leukämie-Risiko

Eine israelische Studie ergab, dass Kinder, die als Säuglinge gestillt wurden, ein geringeres Risiko haben, Leukämie zu entwickeln.

stillendes_babyEine im Fachmagazin JAMA Pediatrics publizierte Meta-Analyse, in welcher die Daten aus 18 Studien mit insgesamt etwa 28.000 Kindern, von denen rund 10.000 eine Leukämie entwickelt hatten, analysiert wurden, ergab, dass zumindest ein halbes Jahr lang gestillte Kinder im Vergleich zu nicht oder kürzer gestillten Kindern ein um 19 Prozent geringeres Risiko der Entwicklung einer Leukämie in der Kindheit hatten. In einer separaten Analyse von 15 Studien wurde festgestellt, dass die mindestens sechs Monate gestillten Kindern im Vergleich zu nie gestillten ein um 11 Prozent geringeres Risiko für Leukämie im Kindesalter hatten als jemals gestillte.

Die Forschungsarbeit von Efrat L. Amitay und Lital Keinan-Boker von der University of Haifa, Israel, belegte nur eine Assoziation zwischen Stillen und dem Leukämierisiko, konnte aber keinen Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung herstellen. Um eine etwaige Verbindung zu belegen und zu erklären, welche biologischen Mechanismen beteiligt sind, bedürfe es weiterer Studien, schreiben die Wissenschaftler.

Efrat L. Amitay, Lital Keinan-Boker
Breastfeeding and Childhood Leukemia Incidence. A Meta-analysis and Systematic Review
JAMA Pediatrics, Published online June 1, 2015, doi:10.1001/jamapediatrics.2015.1025

Quelle: EurekAlert! 

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