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Rheuma und Depression im Doppelpack

Angst und Depression sind häufige Komorbiditäten rheumatischer Erkrankungen. Für die rheumatoide Arthritis wird die systemische Inflammation als gemeinsamer Hintergrund der Erkrankungen vermutet. Auch eine ausgeprägtere Knie-Arthrose erhöht das Depressionsrisiko. (Medical Tribune 27-28/18) 

Rheumatische Erkrankungen sind mit einer Vielzahl von Komorbiditäten assoziiert. Aktuelle Daten zeigen, dass es sich dabei auch um psychiatrische Krankheitsbilder handeln kann und dass diese mit der Krankheitsaktivität korrelieren. So zeigt eine im Rahmen des am EULAR 2018 vorgestellte Studie, dass Patienten bereits mit früher rheumatoider Arthritis im ersten Jahr häufig unter Angst und Depression leiden, dass die Prävalenz von Angstund Depression jedoch ab dem Zeitpunkt der Diagnose und damit dem Beginn der Behandlung zurückgeht.1 Während bei Diagnosestellung 19 Prozent der 848 Patienten unter Angst litten, waren es ein Jahr nach Diagnosestellung 13,4 Prozent. Die Häufigkeit von Depression ging von 12,2 Prozent zum Zeitpunkt der RA-Diagnose innerhalb eines Jahres auf 8,2 Prozent zurück. Depressionsund Angstscores zeigten signifikante Korrelation mit der Krankheitsaktivität, gemessen mit dem DAS28 zu Studienbeginn, nach sechs Monaten und nach einem Jahr (p < 0,0001). Auch die Veränderung des DAS28 korrelierte signifikant mit der Veränderung der Depressions- und Angstscores.

Assoziation von CRP mit Depression

Weitere Analysen suchten nach Assoziationen von sozioökonomischen Faktoren und Biomarkern mit Angst und Depression. So korrelierte der Angstscore nach sechs und zwölf Monaten mit niedrigem Body-Mass-Index, PGA (patient global assessment score) sowie dem Baseline-Angstscore. Depression nach sechs und zwölf Monaten korrelierte mit PGA, CRP (c-reactive protein) sowie den Baseline-Angst- und Depressionsscores. Studienautor Dr. George Fragoulis von der University of Glasgow weist besonders auf die Rolle des Entzündungsmarkers CRP hin. Die Assoziation von CRP mit Depression, nicht jedoch mit Angst, sei ein weiterer Hinweis auf die immer deutlicher werdenden Zusammenhänge zwischen Entzündung und Depression.

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