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Was tun bei COPD-Exazerbationen?

Anhand von sechs klinisch relevanten Fragen zum Management von COPD-Exazerbationen erstellte eine Task Force der europäischen und amerikanischen Pneumologengesellschaften ERS und ATS Praxisempfehlungen. (Medical Tribune 17/2017)

Die nicht-invasive mechanische Beatmung ist die einzige Maßnahme, für die die ERS/ATS-Leitlinie eine starke Empfehlung ausspricht.
Die nicht-invasive mechanische Beatmung ist die einzige Maßnahme, für die die ERS/ATS-Leitlinie eine starke Empfehlung ausspricht.

Die Empfehlungen zum Management der chronisch obstruktiven Lungen­erkrankung (COPD) sind in Bewegung. Die Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD) veröffentliche kürzlich ihre aktualisierte Global Strategy for the Diagnosis, Management and Prevention of COPD und eine deutsch-österreichische Leitlinie befindet sich in Arbeit. Bereits fertiggestellt sind Empfehlungen der amerikanischen und europäischen Pulmologengesellschaften ATS und ERS zum Management der COPD-Exazerbationen. Auf Basis der verfügbaren Evidenz gelangte die Task Force zu starken und eingeschränkten („conditional“) Empfehlungen, und zwar „nach Abwägung der Balance zwischen erwünschten und unerwünschten Konsequenzen, Qualität der Evidenz, Machbarkeit und Akzeptanz der verschiedenen Interventionen.“

Die Task Force der beiden Gesellschaften verfolgte dabei das erklärte Ziel, Fragestellungen nachzugehen, auf die die gegenwärtig verfügbaren Leitlinien keine Antworten geben. In diesem Sinne wurden sechs konkrete Fragen formuliert und beantwortet (siehe Kasten). Die einzige neue starke Empfehlung gibt es nun für die nicht-invasive mechanische Beatmung (NIV) von Patienten mit akutem oder akut verschlechtertem chronischen (acute-on-chronic) respiratorischen Versagen. Alle übrigen Empfehlungen sind eingeschränkt. Empfohlen werden orale Kortikosteroide bei ambulanten Patienten, orale Kortikosteroide vorzugsweise statt intravenöser Kortikosteroide bei hospitalisierten Patienten, antibiotische Therapie, die bevorzugte Behandlung zu Hause und die Einleitung einer pulmonalen Rehabilitation innerhalb von drei Wochen nach der Entlassung aus dem Krankenhaus.

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