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Asthma + COPD = ACOS? Es ist kompliziert.

Asthma und COPD sind zwei Erkrankungen, die in der Praxis nicht immer leicht zu unterscheiden sind. Zur Therapie dieses Asthma-COPD-Overlap-Syndroms (ACOS) fehlt derzeit weitgehend die Evidenz, berichteten Experten am ERS-Kongress in Amsterdam.

Eine COPD führt nicht zwangsläufig zu einer raschen Einschränkung der Lungenfunktion.
Eine COPD führt nicht zwangsläufig zu einer raschen Einschränkung der Lungenfunktion.

Im Jahr 1961, lange bevor der Begriff der COPD geprägt wurde, entwickelte Prof. Nicolaas Orie sein später als „Dutch hypothesis“ bekanntes Konzept einer gemeinsamen Pathophysiologie von Asthma und dem, was man damals „chronische Bronchitis“ nannte. Diese Hypothese beschäftigte die Forschung mehr als drei Jahrzehnte lang und gilt heute als widerlegt.

Dennoch gibt es Patienten, deren Krankheitsbild eine Unterscheidung zwischen Asthma und COPD schwierig macht. Man spricht heute von einem „Asthma-COPD Overlap Syndrome“, kurz ACOS. Dieses ist laut GINA (Global Initiative for Asthma)-­Guidelines charakterisiert durch persistierende Atemwegsobstruktion in Verbindung mit Zeichen sowohl von Asthma als auch von COPD. Identifiziert müsse das ACOS anhand der Klinik werden. GINA hält auch explizit fest, dass eine genauere Definition mangels Evidenz und pathophysiologischen Verständnisses derzeit nicht gegeben werden kann.

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