Sarkoidose

Bei dieser systemischen Entzündungserkrankung kommt es zur Ausbildung von nicht nekrotisierenden, epitheloidzelligen Granulomen mit Riesenzellen. Es können alle Körperorgane bzw. -gewebe betroffen sein. Die Dauer sämtlicher Sarkoidosetherapien ist unklar und kann zwischen nur drei bis sechs Monaten und einem lebenslangen Management liegen. 

Pathologisches Präparat einer Lungensarkoidose im Endstadium.
Pathologisches Präparat einer Lungensarkoidose im Endstadium.

Die Erkrankung kann in jedem Lebensalter auftreten, meist jedoch vor dem 50. Lebensjahr mit einem Gipfel um das 30. Lebensjahr. Epidemiologische Daten weisen eine starke Schwankungsbreite auf. Prinzipiell sind alle Rassen und beide Geschlechter betroffen, dies jedoch mit starken Unterschieden. Während in Japan jährlich nur etwa ein bis zwei pro 100.000 Personen erkranken, werden in Nordeuropa und in den USA bis zu 40 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner diagnostiziert.

Bei Afroamerikanern tritt die Sarkoidose rund viermal häufiger als bei kaukasischen US-Amerikanern auf und verläuft oftmals schwerer. Ein Auslöser für die Sarkoidose ist nicht bekannt. Vermutet wird eine multifaktorielle Genese mit Einflüssen von Genetik (HLA-Assoziation), Keimen (z.B. Propionibacterium acnes) und Umweltfaktoren (z.B. Metallstäube). Pathophysiologisch liegt eine gesteigerte zelluläre Immunantwort vor, die zur Entzündung und Granulombildung führt. Ursache hierfür ist eine Störung der Funktion der TLymphozyten im Rahmen derer CD4-Lymphozyten in Interaktion mit antigenpräsentierenden Zellen (APC) treten.

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