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Der Feind in meinem Bett

Pollenallergien zählen zu den häufigsten Allergiearten, viele Patienten leiden aber auch an einer ganzjährigen Belastung. Oft steckt dann eine Allergie gegen Hausstaubmilben oder Tierepithelien dahinter. Manchmal ist es aber auch schwierig, die Allergenquelle zu finden.

Hausstaubmilben

Hauptallergene. Lange schon wurde der Hausstaub als möglicher Allergieauslöser vermutet, aber erst Mitte der 1960er Jahre konnte die Haustaubmilbe (Dermatophagoides sp.) als Ursache gefunden werden. Seitdem gibt es alljährlich eine steigende Zahl von Publikationen zu diesem Thema. Obwohl mehrere Milbenarten bekannt sind, sind in unseren Breiten v.a. die Milben des Typus D. pteronyssinus und D. farinae vertreten. Sie produzieren eine große Anzahl von Allergenen, teilweise im Chitinpanzer oder im Verdauungstrakt. Bis heute sind neben den wichtigen Majorallergenen Der p1 und Der p2 viele weitere Allergene bekannt, zuletzt wurde von einer Wiener Arbeitsgruppe das Der p23 entdeckt, das auch klinische Relevanz haben dürfte.

 Zeichnung einer Patientin mit Hausstaubmilbenallergie (Pia, 13 Jahre)
Zeichnung einer Patientin mit Hausstaubmilbenallergie (Pia, 13 Jahre)

Die Besonderheit der Milbenallergene ist, dass sie die Tight Junctions der Haut und des Atemwegsepitheliums aufbrechen und so direkt mit dem subepithelialen Immunsystem reagieren können. Dies führt zu den bekannten Symptomen der allergischen Rhinitis oder des Asthma bronchiale. Kinder mit einer Milbenallergie haben ein erhöhtes Risiko, später auch an Asthma bronchiale zu erkranken.

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