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Krebshilfe warnt vor konkreter Zuweisung

Am Ionentherapiezentrum MedAustron wurden die ersten Patienten behandelt. Zu früh, wie sich in einem konkreten Fall herausstellte, bei dem die Österreichische Krebshilfe zu Hilfe gerufen wurde. Das Problem ist, dass derzeit kein Kassenvertrag besteht und Patienten mit hohen Kosten konfrontiert werden. (krebs:hilfe! 1-2/17)

Sevelda: „Bitte weisen Sie auf die Kosten bzw. finanziell weniger belastende Wege hin.“
Sevelda: „Bitte weisen Sie auf die Kosten bzw. finanziell weniger belastende Wege hin.“

Eine Behandlung bei MedAustron kostet derzeit zwischen 39.000 und 54.000 Euro. Die Vorauszahlung beträgt 20 Prozent, der Restbetrag wird nach Abschluss der Behandlung fällig. Die Rechnung kann zwar bei den jeweiligen Krankenkassen eingereicht werden. Der Zuschuss der Sozialversicherungen beträgt aber für eine Protonentherapie nur 18.649 Euro, für eine Bestrahlung mit Kohlenstoffionen 14.628,47 Euro.

Kassenvertrag fehlt

„Wir haben ein großes Interesse, die derzeitige Kostenlücke für die Patienten zu schließen und Direktverrechnungsverträge mit MedAustron abzuschließen. Aber wir haben ein paar Voraussetzungen“, sagt Mag. Bernhard Wurzer, stellvertretender Generaldirektor im Hauptverband der Sozialversicherungen und einer der Hauptverhandler. Seine Wünsche an MedAustron sind deutlich: Verträge mit Krankenanstalten und faire Tarife. „Schon bisher haben Patienten Protonen-oder Ionentherapie erhalten – mangels österreichischer Einrichtungen im Ausland, etwa in Deutschland, der Schweiz oder Italien“, sagt Wurzer.

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