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Die Rolle des humanen Papillomvirus

julien tromeur – Fotolia.com

Humane Papillomaviren (HPV) sind evolutionär gut konservierte und stabile Viren mit einer geringen Mutationsrate. Derzeit sind ca. 120 dieser Viren komplett charakterisiert, und mindestens 30 davon infizieren ausschließlich die Haut- und Schleimhaut der Anogenitalregion. Diese HPV-Viren werden nach ihrem karzinogenem Potenzial in „Low risk“- und „High risk“-Viren eingeteilt.

  • Zu den „Low risk“-Viren gehören z.B. die Serotypen HPV 6 und 11, welche für die Entstehung von Genitalwarzen oder der rezidivierenden respiratorischen Papillomatose verantwortlich zeichnen, aber auch die Serotypen HPV 40, 42, 43, 44 etc.
  • Zu den „High risk“-Viren gehören u.a. HPV 16, 18, 31, 33, wobei HPV 16 am weitaus häufigsten vorkommt.

In den letzten Jahren wurden HPV als virales Karzinogen für verschiedene Karzinome identifiziert. Dabei handelt es sich um alle Zervix- und die meisten Analkarzinome sowie einen Teil der Vulva-, Vaginal-, Penis- und Oropharynxkarzinome. Gegenwärtig stellen die Kopf- und Halstumoren weltweit die sechsthäufigsten Neoplasien dar. Es werden ungefähr 500.000 neue Fälle pro Jahr diagnostiziert, wobei die jährliche Mortalität etwa 6/100.0001, 2 beträgt. In Österreich werden jedes Jahr etwas mehr als 1.000 Kopf- und Halstumoren diagnostiziert, wobei etwa die Hälfte aller Patienten an ihrer Krankheit verstirbt.3

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