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Neues zum Urothelkarzinom

Rund um die Therapie des Urothelkarzinoms gab es 2018 einige interessante neue Forschungsergebnisse, schreibt Dr. David Oswald, Universitätsklinik für Urologie, Salzburg, in seinem Artikel zum Jahresrückblick.

So werden die Resultate der POUT-Studie höchstwahrscheinlich zu einer Aktualisierung der Leitlinien bzw. Empfehlung der adjuvanten Chemotherapie beim Urothelkarzinom des oberen Harntrakts führen.

Die Keynote-057-Studie zeigte beim muskelinvasiven Hochrisiko-Urothelkarzinom mit Pembrolizumab nach BCG-Versagen eine komplette Remission bei über 38 Prozent der Patienten nach drei Monaten. Keiner der übrigen Patienten hatte einen Progress. Diese spannenden Ergebnisse, schreibt Oswald, erlauben einen vorsichtigen Ausblick auf zukünftige Zweitlinien-Therapien für BCG-Versager zum aktuellen Goldstandard, der radikalen Zystektomie.

In der CheckMate-032-Studie erbrachte die Kombinationstherapie aus 1mg/kg Nivolumab plus 3mg/kg Ipilimumab eine objektive Ansprechrate von 38 Prozent beim fortgeschrittenen Urothelkarzinom nach Platin-Chemotherapie. Damit zeigt sich Oswald zufolge eine mögliche Alternative zur aktuellen Zweitlinien-Therapie beim fortgeschrittenen Urothelkarzinom. Eine Änderung der Zulassung im letzten Jahr betraf die PD-1-Inhibitoren Pembrolizumab und Atezolizumab in der Erstlinientherapie des fortgeschrittenen Urothelkarzinoms bei fehlender Eignung für Platin-basierte Chemotherapie. Diese steht nur noch bei PD-L1-positiven Patienten zur Verfügung.

Sie finden einen Auszug – die praxisrelevanten Änderungen in der Urothelkarzinom-Therapie – in der krebs:hilfe! 1–2/19. Den gesamten Artikel finden Sie auf Seite XXVI im Dossier, das Sie hier downloaden können.

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