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Tipps für die transurethrale Tumorresektion

Obwohl die transurethrale Resektion von Blasentumoren häufig ist, sollte sie nicht unterschätzt werden. Gute Technik und Planung sind die Basis. Daneben lassen sich die Ergebnisse mithilfe von im OP-Raum anwesenden (!) Tutoren und Videoanalysen deutlich verbessern. (krebs:hilfe! 8-9/17)

Rauchenwald: „Die Blase sollte in unterschiedlichen Füllungszuständen nach Läsionen abgesucht werden. Dafür empfiehlt sich ein kontinuierliches Füllungssystem mit angeschlossener Absaugpumpe.“
Rauchenwald: „Die Blase sollte in unterschiedlichen Füllungszuständen nach Läsionen abgesucht werden. Dafür empfiehlt sich ein kontinuierliches Füllungssystem mit angeschlossener Absaugpumpe.“

Für beste Sicht sorgen

Konsens herrschte unter den anwesenden Experten des B2B-Meetings darüber, dass vor allem die ausreichende Sicht Grundvoraussetzung für gute Ergebnisse bei der transurethralen Resektion von Blasentumoren (TURBT) ist. Dr. Jean de la Rosette, AMC Universität Amsterdam, Niederlande, verwendet in der täglichen Routinepraxis die Image-S™-Plattform zur Endoskopie der Blase: „Abnormalitäten werden damit schärfer und besser dargestellt als im Weißlicht. Tumore sind klarer abgegrenzt, und kleinere Läsionen werden besser sichtbar.“ Der Experte setzt zudem die Narrow- Band-Imaging(NBI)-Technik in der täglichen Praxis ein: „Diese ist einfach anzuwenden, und sehr diskrete Läsionen können deutlich klarer dargestellt werden.“

Aufgrund von vergleichsweise höherem Organisations- und finanziellem Aufwand der photodynamischen Diagnose (PDD) setzt De la Rosette diese Technik selten ein, ist aber überzeugt, dass sich die Ergebnisse bei einem Routineeinsatz von PDD weiter verbessern ließen. Er empfiehlt PDD insbesondere bei Verdacht auf ein Carcinoma in situ, also bei positivem Zytologiebefund ohne sichtbarer Läsion. Ein wichtiger Hinweis, um keinen Tumor zu übersehen, kam von Prim. Univ.- Doz. Dr. Michael Rauchenwald, Abteilung für Urologie und Andrologie, Donauspital, Wien: „Die Blase sollte in unterschiedlichen Füllungszuständen nach Läsionen abgesucht werden. Dafür empfiehlt sich ein kontinuierliches Füllungssystem mit angeschlossener Absaugpumpe. Somit kann der Level der Blasenfüllung erzielt werden, der z.B. für Läsionen an der seitlichen Wand oder dem oberen Teil der Blase benötigt wird. Aus meiner Sicht ist gute Qualität mit einem Einwegsystem hier nicht möglich.“

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