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Kongress-Zusammenfassung

ESMO 2018: 42 Take Home Messages von Analkarzinom bis ZNS-Metastasen

„Ein Kongress, nach dem wir unsere Praxis ändern müssen“, lautet das Resümee der Experten, die von der medonline-Redaktion nach ihren Take Home Messages gefragt wurden.

Analkarzinom

  • Die Erstlinie mit Carboplatin/Paclitaxel bringt acht Monate Überlebensvorteil beim Analkarzinom und definiert eine neue Standardoption (Rao S et al., Abstract LBA21).
Interview

Assoz.-Prof. Dr. Renate Schaberl-Moser,
Universitätsklinik für Innere Medizin,
Graz

Brustkrebs

Fortgeschrittenes Stadium:

Frühstadium:

Interview

OA Dr. Christoph Suppan,
Universitätsklinik für Innere Medizin,
Graz

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Cholangiozelluläres Karzinom

  • S-1, eine orale Prodrug von 5-FU, zusätzlich zu Gemcitabin/Cisplatin ist eine neue, gute Erstlinien-Option bei cholangiozellulärem Karzinom (Sakai D et al., Abstract 615O).
Interview

Assoz.-Prof. PD Dr. Armin Gerger,
Universitätsklinik für Innere Medizin,
Graz

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HNO-Tumore

Interview

Prim. Univ.-Prof. Dr. Martin Burian,
HNO, Kopf- und Halschirurgie,
Ordensklinikum Linz

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Kolorektalkarzinom/Kolonkarzinom

Interview

Assoz.-Prof. Dr. Renate Schaberl-Moser,
Universitätsklinik für Innere Medizin,
Graz

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Leberzellkarzinom

Interview

Assoz.-Prof. PD Dr. Armin Gerger,
Universitätsklinik für Innere Medizin,
Graz

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Magenkarzinom

Interview

Assoz.-Prof. PD Dr. Armin Gerger,
Universitätsklinik für Innere Medizin,
Graz

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Melanom

  • CheckMate-067: Update nach vier Jahren demonstriert deutlichen Benefit für Nivolumab/Ipilimumab, auch bei hoher PD-L1-Expression (Hodi F et al., Abstract LBA44).
  • CheckMate-511 zeigt weniger Toxizität mit niedriger Ipilimumab- und Standard-Nivolumab-Dosierung bei gleicher Wirkung (Lebbé C et al., Abstract LBA47).
  • Phase-II-Studie demonstriert niedriges Ansprechen (11%) von Nivolumab/Ipilimumab bei metastasiertem uvealem Melanom (Piulats Rodriguez JM et al., Abstract 1247 PD).
  • COMBI-Ad: Das 4-Jahres-Update nach adjuvantem Dabrafenib/Trametinib zeigt einen anhaltenden Unterschied zum Placebo-Arm (Long G et al., Abstract LBA43).
  • OpACIN-neo bestätigt das hohe Ansprechen mit neoadjuvantem Nivolumab/Ipilimumab. Die Toxizität ist mit dem neuen Protokoll geringer als in OpACIN (Rozeman E et al., Abstract LBA42).
  • Phase Ib/II: Die Kombi aus intratumoralem TLR9-Agonist SD 101/Pembrolizumab hat Aktivität bei anti-PD-1-Therapie-naiven Patienten mit fortgeschrittenem Melanom (Long G et al., Abstract LBA45).
  • Phase I/II: Auch der TLR9-Agonist Tilsotolimod/Ipilimumab liefert ein interessantes Signal bei PD-1-Inhibitor-refraktärem metastasiertem Melanom (Diab A et al., Abstract 1245PD).
Interview

Univ.-Prof. Dr. Christoph Höller,
Universitätsklinik für Dermatologie,
Wien

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Nierenzellkarzinom

  • JAVELIN Renal 101: Avelumab/Axitinib bringt einen PFS-Vorteil vs. Sunitinib und wird wahrscheinlich ein Standard of Care in der RCC-Erstlinie (Motzer RJ et al., Abstract LBA6_PR).
Interview

OA Dr. Thamer Sliwa
3. Medizinische Abteilung,
Hanusch-Krankenhaus Wien

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Ovarialkarzinom

  • SOLO 1 definiert mit Olaparib als Erhaltungstherapie in der Frontline einen neuen Standard beim BRCA-mutierten Ovarialkarzinom (Moore K et al., Abstract LBA7_PR). Die Dauer der Erhaltungstherapie betrug in der Studie zwei Jahre, die optimale Dauer ist unklar. Die PAOLA-Studie prüft Olaparib/Bevacizumab nach Abschluss der Primärtherapie auch bei BRCA-Wildtyp. Die Kombi aus PARP-Inhibitor plus Anti-Angiogenese erscheint aus jetziger Sicht vielversprechend (NCT02477644 bzw. AGO-Ovar 20).
  • HIPEC: Die Datenlage ist dünn und die Anwendung derzeit nur in Studien gerechtfertigt (Controversy Session, HIPEC: Is there a role in ovarian cancer?).
  • Studie 221 zeigt einen PFS-Vorteil durch zusätzliches peg. liposomales Doxorubicin nach platinsensitivem Rezidiv (Pfisterer J et al., Abstract 933O).
Interview

Univ.-Prof. Dr. Christian Marth,
Leiter der Universitätsklinik für Frauenheilkunde,
Innsbruck

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Prostatakarzinom

  • GETUG-12: Zusätzliches Docetaxel/Estramustin bei lokalisiertem Hochrisiko-Prostatakarzinom (PC) bringt keinen Vorteil im Gesamtüberleben (Fizazi K et al., Abstract 791O).
  • STAMPEDE: Abirateron plus Predniso(lo)n verlängert das Gesamtüberleben bei hormonsensitivem, metastasiertem Niedrigrisiko-PC (Hoyle AP et al., Abstract LBA4).
  • ERA 223: Kombi Radium-223/Abirateron/Predniso(lo)n sollte bei asympt., Chemo-naivem kastrationsresistentem PC und vorherrschenden Knochenmetastasen nicht angewendet werden (Smith M et al., Abstract LBA30).
  • STAMPEDE: Oligometastasierte Patienten mit geringer Metastasenlast haben einen deutlichen Vorteil von zusätzlicher lokaler Bestrahlung der Prostata (Parker C et al., Abstract LBA5_PR).
Interview

OA Priv.-Doz. Dr. Martin Marszalek,
Abteilung für Urologie und Andrologie,
SMZ Ost – Donauspital, Wien

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Sarkome

Interview

Univ.-Prof. Dr. Thomas Brodowicz,
Universitätsklinik für Innere Medizin,
Wien

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ZNS-Metastasen und Gliome

  • Bei einem NSCLC-Rezidiv sind neue ZNS-Metastasen den vorhergehenden in Bezug auf Mutationen und Immunzellinfiltration meist sehr ähnlich (Berghoff AS et al., Abstract 372O).
  • Die intrathekale Therapie mit Cytarabin verbessert das PFS bei Brustkrebs mit leptomeningealer Aussaat, ist aber derzeit nicht verfügbar (Le Rhun E et al., Abstract 371O).
  • Gliome: Mismatch-Repair-Defekte, ein weiterer prädiktiver Marker für Immuntherapie, sind vor allem bei rezidivierten Gliomen stark hochreguliert (Lombardi G et al., Abstract 374O).
Interview

Dr. Anna Sophie Berghoff,
Universitätsklinik für Innere Medizin,
Wien

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Quelle: ESMO 2018

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