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ASCO 2019: Take-Home-Messages zu 14 Tumor-Typen

Von „praxisverändernden neuen Daten“ bis zur „Konsolidierung des Wissensstandes der vergangenen Jahre“ reicht die Einschätzung der Experten, die wir am Jahreskongress der ASCO interviewt haben. Hier ihre wichtigsten Take-Home-Messages.

Bronchialkarzinom

  • Ein Fünf-Jahres-Update der KEYNOTE-001-Studie zeigt, dass Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom (NSCLC) und hohen PD-L1-Levels bei einer Erstlinientherapie mit Pembrolizumab die höchste Chance auf ein Langzeitüberleben haben (Garon EB et al. Abstract LBA9015).
  • Bei Patienten mit NSCLC im Stadium II–IIIA war die Kombination aus Cisplatin und Pemetrexed im adjuvanten Setting genau so effektiv wie Cisplatin in Kombination mit Vinorelbin. Zusätzlich war die Kombination mit Pemetrexed besser verträglich (Kenmotsu H et al. Abstract 8501).
  • Zwei Studien zeigen, dass die neoadjuvante Immuntherapie beim NSCLC funktionieren könnte: Die Gabe von Atezolizumab bzw. Nivolumab mit oder ohne Ipilimumab vor der Operation führt zu einer hohen Resektionsrate sowie hoher Major Pathological Response-Rate, bei einem immuntherapie-typischen Nebenwirkungsprofil (Kwiatkowski DJ et al. Abstract 8503, und (Cascone T et al. Abstract 8504).
  • Die immunomodulatorische Chemotherapie mit Lurbinectidin beim kleinzelligen Bronchialkarzinom (SCLC) ist in der Zweitlinie ähnlich effektiv wie Topotecan, bei besserer Verträglichkeit. Patienten, die zuvor gut auf die Chemotherapie ansprachen, profitierten besonders (Paz-Ares LG et al. Abstract 8506).
  • Duale Blockade von EGFR und VEGFR mit Erlotinib und Ramucirumab in der Erstlinie beim metastasierten NSCLC mit EGFR-Mutationen verbesserte das PFS verglichen mit Erlotinib-Monotherapie deutlich, auf Kosten von leicht erhöhter Toxizität(Nakagawa K et al. Abstract 9000).
  • Beim EGFR-mutierten fortgeschrittenen NSCLC verlängerte die Erstlinien-Chemotherapie mit Pemetrexed und Carboplatin zusätzlich zu Gefitinib das PFS und OS deutlich. Die zusätzliche Chemotherapie war jedoch mit erheblich mehr Nebenwirkungen verbunden(Noronha V et al. Abstract 9001).
  • Phase-II-Studien zu zwei neuen Substanzen für Patienten mit MET-Exon-14-Skipping-Mutationen zeigen: Sowohl Capmatinib als auch Tepotinib zeigen gutes Ansprechen und ein akzeptables Nebenwirkungsprofil in der Erstlinie ebenso wie in darauffolgenden Therapielinien (Paik PK et al. Abstract 9005, und Wolf J et al. Abstract 9004).
  • Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC und RET-Fusionen profitieren langfristig von einer Behandlung mit dem RET-Inhibitor BLU-667, wie eine Phase I/II-Studie zeigt (Gainor JF et al. Abstract 9008).
  • Bei vorbehandelten Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC und Exon-20-Insertionen in EGFR oder HER2 zeigt eine Phase-I-Studie vielversprechendes Ansprechen und ein mit anderen EGFR-TKIs vergleichbares Sicherheitsprofil des oralen EGFR/HER2-Inhibitors TAK-788 (Janne PA et al. Abstract 9007).
  • Der bispezifische EGFR-cMet-Antikörper JNJ-372 zeigte in einer Phase-I-Studie beim EGFR-vermittelten fortgeschrittenen NSCLC ein bewältigbares Nebenwirkungsprofil und vielversprechende Antitumoraktivität, deren Mechanismus über die antikörpervermittelter zellulärer Zytotoxizität bzw. Rezeptordegradation laufen dürfte (Haura B et al. Abstract 9009).
  • Eine Phase-I-Studie zeigt die sichere Anwendung des ROS-Inhibitor Repotrectinib, und deutet auf vielversprechende klinische Aktivität beim Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC und ROS1-Fusionen hin(Cho BC et al. Abstract 9011).
  • Das finale Update zum OS der KEYNOTE-189-Studie zeigt, dass die Erstlinientherapie von metastasiertem NSCLC mit Pembrolizumab in Kombination mit Pemetrexed und Platin zu einem langfristigen substanziellen OS-Benefit führt. Dies war unabhängig von der PD-L1-Expression und trotz einer über 50-prozentigen Crossover-Rate in den Immuntherapie-Arm (Gadgeel et al. Abstract 9013).
  • Das prädiktive Potenzial von PD-L1 beim NSCLC ist abhängig von der Gewebeart der Biopsie: Höhere PD-L1-Level in Biopsien von Lunge oder Fernmetastasen waren mit einem signifikant größeren klinischen Benefit verbunden, während die PD-L1-Expression aus Lymphknoten-Biopsien weder mit Ansprechen oder Überleben assoziiert war. PD-L1-Färbungen in Lymphknotengewebe dürften daher nicht verlässlich sein (Hong L et al. Abstract 9017).
  • Eine explorative Auswertung der MYSTIC-Studie legt nahe, dass Tumor Mutational Burden (TMB) und PD-L1-Expression beim metastasierten NSCLC nicht notwendigerweise das gleiche vorhersagen: Während PD-L1-Expression auf Tumorzellen prädiktiv für das OS mit Durvalumab versus Chemotherapie war, war der im Blut gemessene TMB eher prädiktiv für OS mit Durvalumab + Tremelimumab (Rizvi NA et al. Abstract 9016, Poster board #339).
  • Patienten mit NSCLC und einer Autoimmunerkrankung sprechen nicht schlechter als andere auf Immuntherapien an. Es gab außerdem keinen relevanten Zuwachs an immunvermittelten Nebenwirkungen (Khozin S et al. Abstract 9110, Poster board #433).
Interview

OA Dr. Maximilian Hochmair,
Pulmologie Krankenhaus Nord Wien

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Interview

OA Dr. Maximilian Hochmair,
Pulmologie Krankenhaus Nord Wien

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Interview

Prof. Solange Peters, MD, PhD,
Central University Hospital (CHUV) Lausanne

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Interview

PD DDr. Sacha Rothschild,
University Hospital Basel

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NSCLC: Pembrolizumab ermöglicht bisher bestes 5-Jahres-Überleben

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Brustkrebs

  • Die Ergebnisse der MONALEESA-7-Studie (metastasiertes Setting), die den CDK4/6-Inhibitor Ribociclib in Kombination mit endokriner Therapie in der Erstlinie prüfte, waren ein Highlight des diesjährigen ASCO (Hurvitz SA et al. Abstract LBA1008).
  • KRISTINE-Studie (neoadjuvantes Setting, HER2-positiv): Auch die jetzt präsentierten Daten zum ereignisfreien Überleben favorisieren das Standardregime gegenüber T-DM1 plus Pertuzumab (Hurvitz SA et al. Abstract 500).
  • In der PREDIX-HER2-Studie (neoadjuvantes Setting, HER2-positiv) zeigte die Kombination Docetaxel/Trastuzumab/Pertuzumab vergleichbare Wirksamkeit zu T-DM1, das aber für ältere oder komorbide Patienten aufgrund seiner besseren Verträglichkeit eine Alternative darstellt (Bergh JCS et al. Abstract 501).
  • Die GIM4-LEAD-Studie (adjuvantes Setting, HER2-negativ) zeigte einmal mehr, dass eine verlängerte endokrine Therapie das krankheitsfreie Überleben verbessert, allerdings auch die Nebenwirkungsrate (Del Mastro L et al. Abstract 504).
  • In der GeparOLA-Studie (adjuvantes Setting, HER2-negativ) erzielt Paclitaxel/Olaparib bei HR-positiven Patientinnen mit DNA-Reparatur-Defizienz (BRCA-Mutation +/- HRD) bisher unerreichte pCR-Raten (Fasching PA et al. Abstract 506).
  • In der SOPHIA-Studie (metastasiertes Setting) erzielt Margetuximab/CT bessere Ergebnisse bei HER2-positivem mBC als die nach anti-HER2-Therapien oft verabreichte Kombi Trastuzumab/CT (Rugo HS et al. Abstract 1000).
  • Die NALA-Studie (metastasiertes Setting) zeigt, dass Neratinib/Capecitabin das PFS gegenüber Lapatinib/Capecitabin bei vorbehandelten Frauen mit HER2-positivem metastasiertem Brustkrebs (mBC) verbessert. Ein Problem ist die hohe Grad-III-Diarrhoe-Rate (Saura C et al. Abstract 1002).
  • Die zweite Analyse der Überlebensdaten der IMpassion130-Studie (metastasiertes Setting) zu Atezolizumab/nab-Paclitaxel bei triple-negativem mBC zeigt weiter einen Vorteil der Immuntherapie (Schmid P et al. Abstract 1003).
  • CLEOPATRA-Studie: Das mit Pertuzumab/Trastuzumab/Docetaxel in Erstlinie erzielte Überleben bei HER2-positivem mBC ist auch nach median 99 Monaten Follow-up anhaltend (Jones RH et al. Abstract 1005).
  • Die Phase-II-Studie TAPUR zeigt die Effektivität von Pembrolizumab bei 28 stark vortherapierten mBC-Patientinnen mit hoher Mutationslast (Alva SA et al. Abstract 1014).
  • In der Phase-II-Studie FAKTION mit Capivasertib konnte die Bedeutung des PI3K/ AKT-Signalwegs bei HR-positiven vorbehandelten Patientinnen belegt werden (Swain SM et al. Abstract 1020).
Interview

Assoz.-Prof. PD Dr. Rupert Bartsch,
Universitätsklinik für Innere Medizin I, MedUni Wien

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Brustkrebs: Erster Beweis für Lebensverlängerung durch Therapie mit CDK4/6-Inhibitoren

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Gynäkologische Tumore

  • Die PHAEDRA-Studie zeigt vielversprechende Aktivität einer Immuntherapie mit Durvalumab bei Patientinnen mit fortgeschrittenen Endometriumkarzinomen mit Mikrosatelliteninstabilität (Antill YC et al. Abstract 5501).
  • Eine Phase-II-Studie untersuchte ebenfalls Patientinnen mit Endometriumkarzinomen (rezidivierend oder persistent) mit Mikrosatelliteninstabilität und zeigt, dass diese relativ gut auf eine Immuntherapie mit Avelumab ansprechen, auch wenn ihre Tumore PD-L1-negativ sind (Konstantinopoulos PA et al. Abstract 5502).
  • In der AVANOVA-2-Studie zeigt sich ein deutlicher PFS-Vorteil (HR 0,35) der Kombination Niraparib/Bevacizumab gegenüber einer Monotherapie mit Niraparib bei Patientinnen mit rezidivierenden platinsensitiven Ovarialkarzinomen. BRCA-Wildtyp-Patientinnen profitieren besonders (Mirza MR et al. Abstract 5505).
  • Die Phase-III-Studie SOLO3 zeigt, dass eine Monotherapie mit Olaparib der Chemotherapie bei Patientinnen mit platinsensitiven rezidivierten Ovarialkarzinomen und BRCA-Keimbahnmutationen überlegen ist (Penson RT et al. Abstract 5506).
  • Die EWOC-1-Studie zeigt, dass auch ältere, fragile Patientinnen mit Ovarialkarzinomen von einer Standard-Erstlinientherapie mit Carboplatin/Paclitaxel profitieren (Falandry C et al. Abstract 5508).
Interview

Univ.-Prof. Dr. Christian Marth,
Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Innsbruck

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Ovarialkarzinom: Vier Take Home Messages

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Hautkrebs

  • Die Kombination Nivolumab und Ipilimumab führt bei Patienten mit asymptomatischen Hirnmetastasen des Melanoms, und in geringerem Ausmaß auch bei symptomatischen Patienten, zu dauerhaftem intrakranialem Ansprechen (Tawbi HAH et al. Abstract 9501).
  • Zwei Real-World-Studien zeigen, dass beim fortgeschrittenen Melanom nach Versagen einer Anti-PD-1-Monotherapie das Umstellen auf eine zweite Immuntherapie (wie z.B. mit der Kombination Nivolumab + Ipilimumab) sinnvoll sein kann (Owen CN et al. Abstract 9502, und Weichenthal M et al. Abstract 9505).
  • Antikörpervermittelte Stimulation von GITR mit dem Wirkstoff MK-4166 zusammen mit anti-PD-1-Therapie mit Pembrolizumab im Erstliniensetting des Melanoms zeigt vielversprechende Ansprechraten und gute Verträglichkeit (Papadopoulos KP et al. Abstract 9509).
  • Hohe Levels von IL-6 und CRP im Serum vor Behandlungsbeginn sind bei Melanom-Patienten mit schlechteren Outcomes bei Behandlung mit Nivolumab mit oder ohne Ipilimumab assoziiert (Weber S et al. Abstract 100).
  • Lebensqualität und Symptome aus Patientensicht konnten beim fortgeschrittenen Melanom im Vergleich zu den Werten zu Behandlungsbeginn bei verlängerter Therapie mit Nivolumab mit oder ohne Ipilimumab erhalten werden (Schadendorf D et al. Abstract 9551, Poster board #122).
  • In einer bis jetzt einzigartigen randomisierten Studie zur neoadjuvanten Anwendung von onkolytischen Viren konnte gezeigt werden, dass die Behandlung mit T-VEC vor Resektion von Melanomen im Stadium IIIB–IV R0-Resektionsraten, Ein-Jahres-rezidivfreies Überleben sowie OS verlängerte (Dummer R et al. Abstract 9520, Poster board #91).
  • Die COMBI-I-Studie zeigt gute Ansprechraten einer Dreifach-Kombination aus Immuntherapie und zielgerichteten Therapien (Spartalizumab + Dabrafenib + Trametinib) in der Erstlinie bei Patienten mit fortgeschrittenem Melanom (Long GV et al. Abstract 9531, Poster board #102).
  • Patienten mit metastasierten Plattenepithelkarzinomen der Haut profitieren dauerhaft von einer Immuntherapie mit dem PD-1-Inhibitor Cemiplimab (Guminski AD et al. Abstract 9526, Poster board #97).

Scientific Knowledge Exchange

Prof. Dr. Reinhard Dummer,
Universitätsspital Zürich

Prof. Dr. Olivier Michielin,
Centre hospitalier universitaire vaudois, Lausanne

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Kolorektalkarzinom

  • Die IDEA-Studie konnte die generelle Nichtunterlegenheit der dreimonatigen adjuvanten FOLFOX- oder CAPOX-Chemotherapie gegenüber sechsmonatiger Behandlung bei Patienten mit Kolorektalkarzinomen (CRC) im Hochrisiko-Stadium II nicht belegen. Sechs Monate ist somit auch beim Hochrisiko-Stadium-II-Kolonkarzinom Standard.
  • Allerdings zeigte sich in der Subgruppenanalyse, dass drei Monate CAPOX gegenüber der sechsmonatigen Therapie nicht unterlegen sind. Bei Patienten mit CAPOX-Therapie reicht die dreimonatige Behandlung, im Gegensatz zu FOLFOX, daher aus (Sougklakos I et al. Abstract 3500).
  • Ein Update der TRIBE-2-Studie zeigt die Überlegenheit der Dreifachtherapie mit FOLFOXIRI plus Bevacizumab upfront, gegenüber einer sequenziellen Gabe der Zweifachkombinationen FOLFOX plus Bevacizumab gefolgt von FOLFORI plus Bevacizumab im palliativen Setting bei nicht resektablem metastasiertem CRC (Cremolini C et al. Abstract 3508).
Interview

Assoz.-Prof. PD Dr. Gerald Prager,
Universitätsklinik für Innere Medizin I, MedUni Wien

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Kopf-Hals-Tumore

  • Die Ergebnisse der KEYNOTE-048-Studie unterstützen Pembrolizumab alleine oder in Kombination mit Chemotherapie (Platin + 5’FU) in der Erstlinie gegenüber der Standard-Chemotherapie EXTREME (5’FU + Cisplatin + Cetuximab, gefolgt von Cetuximab-Erhaltungstherapie) bei Patienten mit rezidivierendem oder metastasiertem Plattenepithelkarzinom im Kopf-Hals-Bereich (HNSCC) und einem Combined Positive Score bei PD-L1 von über einem bzw. über 20 Prozent (Rischin D et al. Abstract 6000).
  • Bei Patienten mit rezidivierendem oder metastasiertem HNSCC bringt die Erstlinien-Behandlung mit TPEx (Docetaxel + Cisplatin + Cetuximab, gefolgt von Cetuximab-Erhaltungstherapie) gegenüber dem Erstlinien-Standard EXTREME zwar in Bezug auf das OS keinen Vorteil, weist jedoch geringere Toxizität auf (Guigay J et al. Abstract 6002).
  • Patienten mit Speicheldrüsenkarzinomen und HER2-Amplifikation profitieren von Ado-Trastuzumab Emtansin (T-DM1). Patienten mit diesen seltenen Tumoren sollten routinemäßig auf eine HER2-Amplifikation getestet werden.
Interview

Assoz.-Prof. PD Dr. Thorsten Füreder,
Universitätsklinik für Innere Medizin, Wien

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Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinome: Effiziente Erstlinienoptionen, die EXTREME ablösen

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Leberzellkarzinom

  • In der SURF-Studie zeigt sich, dass, wenn eine Radiofrequenzablation im Frühstadium eines HCC <3cm möglich ist, keine Resektion notwendig ist; das rezidivfreie Überleben ist ident. Große Tumore und am Rand gelegene Läsionen, wo die Radiofrequenzablation benachbarte Strukturen schädigen würde, sollte man weiterhin resezieren (Izumi N et al. Abstract 4002).
  • Die KEYNOTE-240-Studie verfehlt die primären Endpunkte des progressionsfreien und Gesamtüberlebens durch Pembrolizumab versus Placebo als Zweitlinientherapie beim fortgeschrittenen HCC und zeigt ähnliche Ergebnisse wie mit Tyrosinkinaseinhibitoren (Finn RS et al. Abstract 4004).
  • In der CheckMate-040-Studie zeigt Ipilimumab 3mg/ Nivolumab 1mg als Zweitlinientherapie interessantes Ansprechen beim fortgeschrittenen HCC und sollte weiterverfolgt werden (Yau T et al. Abstract 4012, Poster board #117).
  • Die Phase-Ib-Studie VEGF Liver 100 liefert nur wenig überzeugende Ergebnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit von Avelumab und Axitinib in der Erstlinientherapie beim fortgeschrittenen HCC (Kudo M et al. Abstract 4072, Poster board #177).
  • In der REACH-2-Studie punktet Ramucirumab versus Placebo bei Sorafenib-intoleranten Patienten mit fortgeschrittenem HCC mit deutlich längerer Zeit bis zur Progression und höherer Krankheitskontrollrate (Llovet JM et al. Abstract 4073, Poster board #178).
Interview

Prim. Univ.-Prof. Dr. Markus Peck-Radosavljevic,
Innere Medizin und Gastroenterologie, Klinikum Klagenfurt

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Interview

Assoz.-Prof. PD Dr. Gerald Prager,
Universitätsklinik für Innere Medizin I, MedUni Wien

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mCRC: Laparoskopische Resektion von Lebermetastasen gleichwertig mit offener OP

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Magenkarzinom und Karzinome des gastroösophagealen Überganges

  • Die KEYNOTE-062-Studie zeigt, dass bei Magenkarzinomen und Karzinomen des gastroösophagealen Überganges Pembrolizumab als Monotherapie einer Zweifach-Chemotherapie (Platin und Fluoropyrimidin) beim Gesamtüberleben nicht unterlegen ist. Vor allem Patienten mit einem CPS ≥1% profitieren. Die Gabe einer Chemotherapie zusätzlich zu Pembrolizumab bewirkt keinen signifikanten Benefit (Tabernero J et al. Abstract LBA4007). Besonders bei Patienten mit einem CPS-Score ≥1% ist Pembrolizumab eine gute, weniger toxische Alternative (Tabernero J et al. Abstract LBA4007).
Interview

Assoz.-Prof. PD Dr. Gerald Prager,
Universitätsklinik für Innere Medizin I, MedUni Wien

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Magenkarzinom: Pembrolizumab ist eine vielversprechende Alternative zur Erstlinien-Chemo

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Nierenzellkarzinom

  • Die Subgruppenanalyse der JAVELIN-Renal-101-Studie zeigt, dass Patienten mit fortgeschrittenem RCC mit PD-L1 auf mehr als ein Prozent der Immunzellen besser auf die Immuntherapie/TKI-Kombi Avelumab plus Axitinib als auf Sunitinib ansprachen. Tumore mit vielen CD8-positiven T-Zellen sprechen besonders gut auf die Immuntherapie an (Choueiri TK et al. Abstract 101).
  • Ein Update der KEYNOTE-426-Studie zeigt einen Benefit der Kombination Pembrolizumab/Axitinib beim metastasierten Nierenzellkarzinom (mRCC) in allen Subgruppen: Besonders Patienten mit Intermediate oder Poor Risk nach IMDC sowie Patienten mit sarkomatoiden Tumoren profitieren (Rini B et al. Abstract 4500).
  • Die E2810-Studie zeigt, dass Pazopanib bei Patienten mit mRCC ohne Evidence of Disease nach Metastasektomie zwar Nebenwirkungen, aber keinen Benefit im krankheitsfreien Überleben bringt (Appleman LJ et al. Abstract 4502).
  • Das Update der CARMENA-Studie bestätigt die Erkenntnisse des vergangenen Jahres zwar, dass die zytoreduktive Nephrektomie beim mRCC einer Behandlung mit Sunitinib in der Intention-to-Treat-Population nicht überlegen ist, zeigt aber auch, dass Patienten im Intermediate Risk nach IMDC und nur einem Risikofaktor oder nur einer Metastasenlokalisation von zusätzlicher zytoreduktiven Nephrektomie profitieren (Mejean A et al. Abstract 4508).
  • Die CheckMate-920- Studie zeigt, dass die Kombination Nivolumab/ Ipilimumab bei Patienten mit fortgeschrittenem RCC und asymptomatischen Hirnmetastasen ein gutes Sicherheitsprofil und vielversprechende Antitumor-Aktivität hat (Emamekhoo H et al. Abstract 4517).
Interview

Priv.-Doz. Dr. Martin Marszalek,
SMZ Ost – Donauspital, Wien

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Interview

OÄ Dr. Ursula Vogl,
Barmherzige Schwestern Krankenhaus, Wien

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Interview

PD Dr. Richard Cathomas,
Kantonsspital Graubünden, Chur

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Pankreaskarzinom

  • In der POLO-Studie konnte bei Patienten mit Pankreaskarzinomen und Keimbahnmutationen von BRCA eine Erhaltungstherapie mit Olaparib das PFS im Vergleich zum Placeboarm verbessern – OS-Vorteil gab es jedoch (noch) keinen (Kindler HL et al. Abstract LBA4).
  • Zwar erreichte die APACT-Studie ihren primären Endpunkt des durch ein unabhängiges Prüfkomitee beurteilten krankheitsfreien Überlebens nicht, die adjuvante Gabe von Gemcitabin und nab-Paclitaxel konnte jedoch im Vergleich zu Gemcitabin alleine das Gesamtüberleben verlängern (Tempero MA et al. Abstract 4000).
Interview

Assoz.-Prof. PD Dr. Gerald Prager,
Universitätsklinik für Innere Medizin I, MedUni Wien

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Interview

OA Dr. Thamer Sliwa,
Hanusch-Krankenhaus Wien

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Bericht

Pankreaskarzinom: Erhaltungstherapie mit Olaparib verzögert die Progression

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Prostatakarzinom

  • In der ENZAMET-Studie konnte Enzalutamid zusätzlich zur Standardtherapie das Überleben bei Low- und High-Volume-Patienten mit metastasiertem hormonsensitivem Prostatakarzinom (mHSPC) verlängern (Sweeney C et al. Abstract LBA2).
  • Eine Phase-III-Studie zeigte, dass Darolutamid gegenüber Placebo bei nicht-metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom (CRPC) die Lebensqualität aufrechterhalten und die Zeit bis zur Verschlechterung von Schmerzen und Symptomen verlängern konnte (Fizazi K et al. Abstract 5000).
  • In einer Phase-II-Studie zeigt Cabazitaxel zwar einen klinischen Benefit gegenüber Abirateron oder Enzalutamid bei mCRPC, die Studie hat allerdings mehrere Bias (Chi KN et al. Abstract 5003).
  • Die Phase-III-Studie TITAN zeigt eine signifikante Verbesserung des radiographischen PFS und OS durch Apalutamid bei Patienten mit mHSPC zusätzlich zur Androgendeprivationstherapie sowie ein bewältigbares Sicherheitsprofil (Chi KN et al. Abstract 5006).
  • Eine Interim-Safety-Analyse der 1333/PEACE-III-Studie zeigte, dass durch Gabe von Bone-targeted Agents die Frakturrate unter Enzalutamid/Ra223 fast eliminiert werden konnte (Tombal BF et al. Abstract 5007).
  • Die Alliance-A031201-Studie zeigte, dass die Zugabe von Abirateron zu Enzalutamid das OS bei Männern mit metastasiertem CRPC nicht verlängern konnte (Morris MJ et al. Abstract 5008).
Interview

Dr. Thomas Burtscher,
Universitätsklink für Urologie Innsbruck

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Interview

Assoz.-Prof. PD Dr. Gerald Prager,
Universitätsklinik für Innere Medizin I, MedUni Wien

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Interview

OA Dr. Thamer Sliwa,
Hanusch-Krankenhaus Wien

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Interview

OA Dr. Franz Stoiber,
Abteilung für Urologie und Andrologie, Salzkammergut-Klinikum Vöcklabruck

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Sarkome

  • Die Phase-III-Studie ANNOUNCE zu Olaratumab im Weichteilsarkom war nach den sehr guten Phase-II-Daten negativ sowohl im progressionsfreien als auch im Gesamtüberleben (Tap WD et al. Abstract LBA3).
Interview

OA Dr. Thamer Sliwa,
Hanusch-Krankenhaus Wien

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Urothelkarzinom

  • Die Phase-II-Studie EV-201 zeigt hohe Gesamtansprechraten einer Drittlinienbehandlung nach platinhaltiger Chemotherapie oder Immuntherapie mit Enfortumab Vedotin bei Patienten mit lokal fortgeschrittenen oder metastasiertem Urothelkarzinom (Abstract LBA4505).
  • Die Phase-III-Studie CALGB 90601 (Alliance) zeigt, dass Bevacizumab zusätzlich zur Standard-Erstlinientherapie (Gemcitabin/Cisplatin) Patienten mit metastasierten Urothelkarzinomen keinen Benefit bringt (Rosenberg JE et al. Abstract 4503).
  • Die Studie HCRN GU14-182 zeigte vielversprechende Daten zum PFS bei Erhaltungstherapie mit Pembrolizumab nach Erstlinienchemotherapie von Patienten mit metastasiertem Urothelkarzinom (Galsky MD et al. Abstract 4504).
  • Ein Update der SAUL-Studie zeigte ein nahezu verdoppeltes Ansprechen und verlängertes Überleben mit Atezolizumab in der Zweitlinie beim lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Urothelkarzinom sowie bei Nicht-UC-Tumoren des Harnwegs. Auch bei älteren, vorerkrankten Patienten ist Atezolizumab eine sichere Therapie und der PD-L1-Status prädiktiv für das Ansprechen (Sternberg CN et al. Abstract 4519, Poster board #345).
  • Checkpoint-Inhibitoren erwiesen sich bei Patienten mit kontrollierter Autoimmunerkrankung oder unter Immunsuppression und RCCs oder Urothelkarzinomen als sicher und effektiv (Chanza NM et al. Abstract 4571, Poster board #397).
Interview

OA Dr. Kilian Gust,
Universitätsklinik für Urologie, Wien

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Interview

OA Dr. Franz Stoiber,
Abteilung für Urologie und Andrologie, Salzkammergut-Klinikum Vöcklabruck

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Interview

PD Dr. Richard Cathomas,
Kantonsspital Graubünden, Chur

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Bericht

Urothelkarzinom: Über 40 Prozent sprechen auf ein neues Antikörper-Toxin-Konjugat an

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ZNS-Tumore

  • Die lange erwarteten Daten der CATNON-Studie zeigen, dass bei Patienten mit Lower-Grade-Gliomen und ohne 1p/19q-Deletion (junge Patienten mit einem langen Krankheitsverlauf) die konkomitante Chemotherapie zusätzlich zur Strahlentherapie nur einen sehr kleinen Effekt hat. Das Gesamtüberleben war nicht beeinflusst (Van Den Bent MJ et al. Abstract 2000).
  • Eine Phase-I-Studie zeigt, dass zwei Inhibitoren der mutierten IDH1, AG-120 und AG-881, bei Low-Grade-Gliom-Patienten mit IDH-Mutationen ZNS-gängig sind, und die Konzentration von 2-hydroxyglutarate reduzieren konnten (Melinghoff IK et al. Abstract 2003).
  • Eine Phase-I-Studie zeigt die Sicherheit sowie ein vielversprechendes Ansprechen eines Inhibitors der mutierten Variante von IDH1 – DS-1001b – bei Patienten mit rezidivierenden oder progressiven IDH1-mutierten Gliomen (Natsume A et al. Abstract 2004).
  • Eine Phase-I-Studie zeigt erste Daten zur Aktivität des selektiven TRK-Inhibitors Larotrectinib bei primären ZNS-Tumoren oder Hirnmetastasen von Patienten mit Krebserkrankungen mit TRK-Fusionen (Drillon AE et al. Abstract 2006).
Interview

Dr. Anna-Sophie Berghoff,
Universitätsklinik für Innere Medizin I, MedUni Wien

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