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NSCLC: Überlebensvorteil mit Checkpoint-Inhibitoren

Schwerpunkte beim diesjährigen ASCO Annual Meeting waren die Immuncheckpoint-Inhibitoren und die zielgerichteten Therapien. Bereits davor waren Immuncheckpoint-Inhibitoren bei Patienten mit fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinomen als Monotherapie in der Zweitlinientherapie und Pembrolizumab zusätzlich auch in der Erstlinientherapie für Patienten mit PD-L1-Positivität bei ≥50 Prozent der Tumorzellen etabliert.

Immuntherapie

Die in der ASCO-Plenarsitzung präsentierte KEYNOTE-042-Studie bestätigte einen Überlebensvorteil durch Pembrolizumab im Vergleich zur platinhältigen Chemotherapie in der Erstlinie bei Patienten mit fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinomen und PD-L1-Expression bei ≥1 Prozent der Tumorzellen (Lopes G et al., Abstract LBA4). Die entsprechende Hazard Ratio betrug 0,81 (95% CI 0,71–0,93). Der Überlebensvorteil beschränkte sich allerdings auf die Gruppe der Patienten mit PD-L1-Expression bei ≥50 Prozent der Tumorzellen (HR 0,69) und konnte in einer explorativen Analyse für Patienten mit einer PD-L1-Expression bei 1–49 Prozent der Tumorzellen nicht bewiesen werden.

Somit erfolgt eine Erstlinientherapie mit Pembrolizumab- Monotherapie weiterhin nur bei Patienten mit hoher PD-L1-Expression. In der bereits vor dem ASCO publizierten KEYNOTE-189-Studie konnte ein Überlebensvorteil für Chemotherapie plus Pembrolizumab im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie bei Patienten mit metastasierten nicht squamösen Lungenkarzinomen gezeigt werden (Gandhi L et al., NEJM 2018, 378: 2078-92). Die Hazard Ratios betrugen 0,49 für die Gesamtpopulation, 0,59 für Patienten mit PD-L1-Expression bei <1 Prozent der Tumorzellen und 0,47 für Patienten mit PD-L1-Expression bei ≥1 Prozent der Tumorzellen. In der am ASCO präsentierten IMpower-150-Studie verbesserte die Zugabe von Atezolizumab zur Erstlinientherapie mit Carboplatin/ Paclitaxel plus Bevacizumab das Gesamtüberleben von Patienten mit nicht squamösen Lungenkarzinomen (Socinski MA et al., Abstract 9002); die entsprechende Hazard Ratio betrug 0,78 (95% CI 0,64–0,96) und die medianen Überlebenszeiten betrugen 19,2 bzw. 14,7 Monate.

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