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Kopf-Hals-Tumore: Richtungsweisende Studien

Überblicksmäßig kann gesagt werden, dass es heuer zu keinem praxisrelevanten Durchbruch in der Therapie von Kopf-Hals- Tumoren gekommen ist. Insbesondere die erhofften Daten hinsichtlich einer Therapie-Deeskalation bei HPV-positiven Oropharynxkarzinomen lassen noch auf sich warten. Vier Präsentationen und ein Poster sollen aber näher beleuchtet werden, da sie wegweisend für weiterführende klinische Prüfungen sind.

Neuer EGFR-Antikörper

In einer Phase-III-Studie wurde der EGFR-Antagonist Nimotuzumab gemeinsam mit cisplatinhältiger Radiochemotherapie gegen cisplatinhältige Radiochemotherapie allein getestet (Patil VM et al., Abstract 6000). Diese monozentrisch durchgeführte Studie zeigt, dass eine signifikante Verbesserung im progressionsfreien sowie im krankheitsfreien Überleben von zehn Prozentpunkten nach zwei Jahren erreicht werden kann. Dieser Effekt konnte allerdings beim Gesamtüberleben nicht erreicht werden, sodass hier keine signifikante Verbesserung vorliegt. Einschränkend zu dieser Studie muss erwähnt werden, dass der Antikörper Nimotuzumab derzeit nur in Asien und nicht in Amerika und Europa zugelassen ist. Als zweiter Kritikpunkt muss die Gabe von 30mg/m² Cisplatin erwähnt werden, die nicht dem üblichen Standard entspricht.

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