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Darmkrebsmonat März

Bei Anruf Darmkrebs-Beratung

Zum Darmkrebsmonat März: Das Darmkrebs-Vorsorge-Telefon der Selbsthilfe Darmkrebs feiert seinen ersten Geburtstag. Die Betreiber über ihre Erfahrungen.

Erkrankungen des Darms sind für viele Patienten nach wie vor ein Tabuthema; der Gang zum Arzt fällt vielen nicht leicht. Genau da setzt das Darmkrebs-Vorsorge-Telefon der Selbsthilfe Darmkrebs an, das im Darmkrebs-Monat März 2018 ins Leben gerufen wurde. Seither stehen der Facharzt für Allgemeine Chirurgie und Viszeralchirurgie Dr. Friedrich Anton Weiser und die Präsidentin der Selbsthilfe Darmkrebs Helga Thurnher Ratsuchenden am Telefon ein bis zweimal pro Woche telefonisch zur Verfügung (Termine siehe Kasten).

Thurnher: "Speziell bei diesem doch heiklen Thema greift man leichter zum Telefon, als gleich zum Arzt zu gehen."

Ein Anruf fällt leichter als der Gang zum Arzt

Im vergangenen Jahr wurde dieses Service schon umfangreich genützt, wie die Selbsthilfe Darmkrebs berichten kann: Das Telefon läute während der Beratungszeiten durchgehend. „Wir haben gesehen, wie richtig wir mit diesem Beratungsservice liegen! Man greift eben – speziell zu diesem doch heiklen Thema – leichter zum Telefon, als gleich zum Arzt zu gehen. Daher bieten wir unsere kostenlose Telefon-Hotline als fixe Einrichtung bis auf Weiteres an“, so Thurnher.

Weiser: "Ziel ist es, den Anrufer zum Besuch des Hausarztes oder eines kompetenten Facharztes zu motivieren."

Weiser, selbst Mitbegründer und Partner in der Gruppenpraxis „Medico Chirurgicum“ (1230 Wien), in der schwerpunktmäßig Gastroskopien und Koloskopien durchgeführt werden, kann sich auf umfassendes Know-how und langjährige Erfahrungen stützen: „Die primäre Aufgabe unseres Vorsorge-Telefons besteht darin, durch Zuhören und gezielte Fragen ein allfälliges Gefahrenpotenzial sensibel auszuloten, die modernen Methoden der Koloskopie zu erläutern, die Vorteile der sanften Koloskopie näherzubringen und so Ängste zu zerstreuen. Ziel ist es, den Anrufer zum Besuch des Hausarztes oder eines kompetenten Facharztes zu motivieren.

Nur zehn Prozent der über 50-Jährigen nehmen Koloskopie in Anspruch

Jährlich wird in Österreich bei ca. 5.000 Menschen Darmkrebs diagnostiziert. Viele PatientInnen befinden sich bei Diagnosestellung bereits im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung, sodass trotz modernster Therapien noch immer rund 50 Prozent der Betroffenen am Darmkrebs versterben. Und dies bei einer Krebsform, die in 95 Prozent der Fälle über Jahre hinweg im gutartigen Stadium entdeckt werden könnte. Bei rechtzeitiger Entfernung der sogenannten Polypen kann daraus kein bösartiger Tumor entstehen – der Ausbruch der Erkrankung findet also gar nicht erst statt.

„Das Angebot unserer Krankenkassen, ab dem 50. Lebensjahr regelmäßig – d.h. alle fünf bis sieben Jahre – eine Koloskopie kostenfrei in Anspruch zu nehmen, wird leider nur von ca. zehn Prozent der Österreicherinnen und Österreicher in dieser Altersgruppe angenommen. Hier soll unser Darmkrebs-Vorsorge-Telefon informieren, beraten und motivieren! Jede und jeder Betroffene, der zum Telefon greift und sich in der Folge zeitgerecht in ärztliche Hände begibt, ist ein gerettetes Menschenleben!“, so Thurnher.

Die aktuellen Termine des Darmkrebs-Vorsorge-Telefons:

  • Dr. Friedrich Anton Weiser
    jeden Montag von 8.00 bis 11.00 Uhr
    0664/307 85 85
  • Helga Thurnher
    jeden letzten Freitag im Monat von 9.00 bis 11.00 Uhr
    0676/934 07 46

(vorläufig bis Ende Juni 2019 – danach Sommerpause)

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