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Ösophaguskarzinom

Trastuzumab plus trimodale Therapie bei HER2-Überexpression

Die zusätliche Gabe von Trastuzumab zu einer trimodalen Therapie verbesserte das krankheitsfreie Überleben bei HER2-überexprimiertem Adenokarzinom des Ösophagus nicht.

Der Wert einer zusätzlichen perioperativen Trastuzumab-Gabe wurde in der NRG/RTOG 1010-Studie für Patienten mit HER2-überexprimiertem Adenokarzinom des Ösophagus nicht bestätigt. Bei 19–32 % der Ösophaguskarzinome wird eine HER2-Überexpression identifiziert. Die multizentrische Phase-III-Studie NRG/RTOG 1010-Studie prüfte, ob Trastuzumab zusätzlich zu einer trimodalen Therapie plus Trastuzumab-Erhaltungstherapie einen DFS-Vorteil gegenüber der neoadjuvanten Radiatio und Chemotherapie (Paclitaxel, Carboplatin) ohne Trastuzumab hat. Beim ASCO wurden die Daten mit einer medianen Nachbeobachtungszeit von fünf Jahren berichtet.1
Insgesamt 203 Patienten erhielten eine perioperative Chemoradiotherapie plus Trastuzumab oder eine neoadjuvante Chemoradiotherapie. Das mediane Alter der Patienten betrug 63,0 bzw. 65,5 Jahre. In etwa 80 % der Fälle lag ein Tumorstadium T3 vor und in etwa 40 % der Fälle wurde keine Adenopathie festgestellt. Im Ergebnis wurde kein Unterschied durch die zusätzliche Gabe von Trastuzumab bezüglich des krankheitsfreien Überlebens (HR=0,97; 95% CI 0,69-1,36; p=0,85) oder des Gesamtüberlebens (HR=1,01; 95% CI 0,69-1,47; p=0,95) gesehen. Eine komplette pathologische Resektion wurde – ebenfalls vergleichbar – bei 84 % der Patienten im Trastuzumab-Arm versus 81 % im reinen Chemoradiotherapie-Arm erreicht.

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