Home / Innere Medizin / Onkologie / Kombination M6620 mit Veliparib und Cisplatin

Kombination M6620 mit Veliparib und Cisplatin

Die am diesjährigen ASCO präsentierte Studie von O´Sullivan Coyne GH. et al. evaluierte, ob Veliperab in Kombination mit M6620 die DNA-Reparatur beeinträchtigt.

Quelle: ASCO Annual Meeting 2018

Hintergrund

ATR (Ataxia telangiectasia and Rad3 related) ist eine Proteinkinase, die durch homologe Rekombination (HR) zentral an der Messung von DNA-Schäden und der DNA-Reparatur beteiligt ist. Die aktivierte Phosphorylierungskaskade endet mit einem Zellzyklus-Arrest, wodurch Zeit für die Reparatur von DNA-Schäden (DDR) gewonnen wird. M6620 ist ein ATR-Hemmer mit Anti-Tumor-Aktivität.

Veliparib (ABT-888) ist ein PARP-Inhibitor (Poly-ADP-Ribose-Polymerase), der verhindert, dass Krebszellen einen durch Zytostatika induzierten DNA-Schaden reparieren. Bei Patienten mit BRCA-Mutation besteht die klinische Evidenz der Anti-Tumor-Aktivität in Kombination mit Cisplatin.

Methoden

Es handelte sich um eine open-label, Phase-I-Studie der Kombination M6620 mit Veliparib und Cisplatin im 3+3 Design bei einem 21-Tage-Zyklus. Cisplatin wurde in der Dosis 40mg/m² intravenös (IV) an Tag 1 [Tag 8 hinzugefügt von Dosislevel (DL)3]; M6620 (M) IV und an den Tagen 2 und 9 verabreicht, Veliparib (V) wurde oral zweimal täglich an den Tagen 1-3 und 8-10 verabreicht.

Ergebnisse

23 Patienten wurden in die Studie eingeschlossen, 22 in die Auswertung miteinbezogen. 3 der 22 Patienten zeigten partielle Ansprechraten (PR), anhaltend für > vier Zyklen (Bereich 4-15). Unter den Studienteilnehmern befand sich eine Patientin mit BRCA-Wildtyp-Ovarialkarzinom (DL3), ein Patient mit Ösophaguskarzinom/biallelischen Verlust von ATM (DL4) und ein Patient mit NSCL-Karzinom/ATM-Mutation (DL5). Alle Patienten verblieben über den Untersuchungszeitraum in der Studie.

12 der 22 Patienten wiesen einen stabilen Erkrankungslevel auf. Die durchschnittliche Studienzeit betrug fünf Zyklen (Bereich 3-10). Bei DL3+4 erweitert für dosislimitierende Toxizität traten bei einem Patienten (4 %) eine Hypophosphatämie Grad IV und eine Thrombozytopenie auf. Andere Adverse Events waren Thrombozytopenien Grad III bei sechs Patienten (27 %), Leukopenien bei fünf Patienten (22 %) und Lymphopenien bei vier Patienten (18 %). Die maximal tolerierte Dosierung (MTD) wurde innerhalb der Kombinationstherapie nicht erreicht.

Schlussfolgerungen

Die untersuchte Kombinationstherapie ist sicher und zeigt Antitumor-Aktivität bei HR-beeinträchtigten Tumoren.

Referenz:
O´Sullivan Coyne GH. et al.: J Clin Oncol 36, 2018 (suppl; abstr 2549) – 2018 ASCO Annual Meeting

Jetzt für unsere Newsletter anmelden!

In unseren Newslettern informieren wir Sie regelmäßig über Neuigkeiten aus der Welt der Medizin, neue Fortbildungen und fachspezifische Inhalte.

LOGIN

Login

Passwort vergessen?