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Radiofrequenzablation statt Schilddrüsen-OP

Eine Grazer Studie zur Radiofrequenzablation bei Schilddrüsenknoten könnte Anstoß zur Etablierung dieser modernen Behandlungsmethode in Österreich geben. In Zukunft könnten dadurch viele Patienten auf die Substitution von Schilddrüsenhormonen verzichten. (Medical Tribune 40/18)

Dobnig lenkt die Elektrode unter sonografischer Sicht in den Knoten.

Eine Grazer Studie zur Radiofrequenzablation bei Schilddrüsenknoten könnte Anstoß zur Etablierung dieser modernen Behandlungsmethode in Österreich geben. In Österreich werden jährlich rund 10.000 Schilddrüsen-Operationen durchgeführt, hingegen „nur“ rund 800 Schilddrüsen-Karzinome diagnostiziert – sprich, die meisten Operationen werden an Patienten mit gutartigen Schilddrüsenveränderungen durchgeführt, erläutert Univ.- Prof. Dr. Alois Gessl, Leiter der Spezialambulanz für Schilddrüsenerkrankungen an der Universitätsklinik für Innere Medizin III im AKH Wien. Bei suspekten Knoten in der Bildgebung wird eine Feinnadel- bzw. Stanzbiopsie durchgeführt. „Ist ein Schilddrüsenkarzinom festgestellt, ist die Operation unbedingt die erste Wahl“, warnt Gessl – es sei denn, die Schilddrüse ist inoperabel. Ist der Knoten gutartig, aber symptomatisch, so stehen in Abhängigkeit des Szintigrafie- Ergebnisses, des Patientenalters, der Komorbiditäten und der Patientenpräferenz folgende Möglichkeiten zur Auswahl: die Schilddrüsenoperation und die Radiojodtherapie als klassische Therapieformen einerseits und die Alkohol- sowie die Radiofrequenzablation (RFA) als neuere Methoden andererseits.

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