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Innovation

Katheter mit Sicherung

Ein neuartiger Katheter, der die Katheterablation bei Vorhofflimmern wesentlich sicherer und kürzer macht, wurde am Ordensklinikum Linz getestet. (Medical Tribune 29-35/18)

Helmut Pürerfellner (links) im Gespräch mit einem Patienten.

Die häufigste Herzrhythmusstörung im Erwachsenenalter ist das Vorhof­flimmern. Gerade bei jüngeren Menschen mit Frühformen des Vorhof­flimmerns, das nur ab und zu und noch nicht dauernd auftritt, stellt heute die Katheterablation eine wirksame Therapie dar, mit der das Problem dauerhaft beseitigt werden kann. An der Kardiologischen Abteilung des Ordensklinikums Linz Elisabethinen wurden nun im Rahmen einer europäischen Multicenter-Studie Patienten mit einem neuartigen Katheter behandelt, der höhere Effektivität sowie Sicherheit gewährleistet und die Dauer der Prozedur um über die Hälfte reduziert.

Verödung mit hoher Frequenz

Bei der Katheterablation verödet der Kardiologe jene Stellen im Herzgewebe, die die Fehlströme auslösen. Dazu müssen diese Stellen aber erst lokalisiert werden. Dies erfolgt mithilfe eines Katheters, der von der Leiste aus bis zum Herzen vorgeschoben wird. An den Katheterspitzen befinden sich Elektroden, welche die Herzströme detailliert messen kann. Sind die elektrischen Störherde im Herzmuskel identifiziert, wird der Ablationskatheter punktgenau an die betreffenden Bezirke der Herzwand herangeführt. Die Katheterposition wird anhand einer Computerdarstellung überwacht. Die abnormen Erregungsherde werden mit Hochfrequenzstrom schmerzlos auf etwa 55 bis 65 Grad erhitzt und verödet.

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