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Schwache Herzen höher schlagen lassen

KONGRESS - Für die Therapie der Herzinsuffizienz könnte es schon bald neue medikamentöse Optionen geben. Angesichts der stark steigenden Inzidenz der Erkrankung werden Innovationen bei Medikamenten und Devices auch dringend benötigt.

Bei „Kardiologie 2015“ in Innsbruck wurden zwei innovative Therapieansätze bei Herzinsuffizienz vorgestellt.
Bei „Kardiologie 2015“ in Innsbruck wurden zwei innovative Therapieansätze bei Herzinsuffizienz vorgestellt.

Zu einer steigenden Inzidenz, aber vor allem deutlich verbesserten Prognose des Myokardinfarkts gesellt sich gegenwärtig eine deutlich steigende Häufigkeit von Herzinsuffizienz. Dies hat nicht zuletzt mit einem Wandel in der Altersstruktur der Bevölkerung zu tun. „Rund zehn Prozent der über 80-Jährigen leiden unter Herzschwäche“, weiß Univ.-Prof. Dr. Wolfgang-Michael Franz, Leiter der Innsbrucker Universitätsklinik für Kardiologie. In Tirol sei die Zahl der herzinsuffizienten Patienten in den vergangenen zehn Jahren um ganze 50 Prozent gestiegen. Da dies nicht nur die chronische, sondern auch die akute Herzinsuffizienz betrifft, stehen die Intensivstationen zunehmend vor Problemen – und zwar nicht nur hinsichtlich des Managements dieser schwerstkranken Patienten, sondern auch bezüglich der Bettenkapazitäten.

Univ.-Prof. Dr. Wolfgang- Michael Franz  Universitätsklinik Innsbruck
Univ.-Prof. Dr. Wolfgang- Michael Franz
Universitätsklinik Innsbruck

Die akute Herzinsuffizienz ist charakterisiert durch rasches Auftreten von Symptomen sowie Zeichen einer kardialen Dysfunktion und entsteht häufig infolge von Dekompensation auf dem Boden einer chronischen Herzinsuffizienz. Die potenziellen Ursachen sind zahlreich und reichen von der koronaren Herzkrankheit (insbesondere wenn es im Rahmen eines Herzinfarkts zu einem kardiogenen Schock kommt) über Klappenerkrankungen bis hin zu Myokarditiden und Pulmonalembolien. Die Mortalität der akuten Herzinsuffizienz ist hoch. Franz: „Wenn man die verfügbaren Studien betrachtet, kommt man alles in allem auf eine Krankenhaussterblichkeit von rund acht Prozent.“ Das Überleben der Patienten hängt dabei aber deutlich von der verbleibenden Pumpfunktion des Herzens ab. Sind nur mehr 30 Prozent der Auswurffraktion (Ejection Fraction – EF) erhalten, liegt die Mortalität bereits in der Region von zwei Dritteln.

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