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Mit Auskultation und EKG zur Diagnose

SALZBURG – Einfache Verfahren wie die Auskultation oder die detaillierte Beurteilung des Ruhe-EKGs rücken in der kardiologischen Diagnostik zunehmendin den Hintergrund. Dabei liefern gerade diese Untersuchungen rasch und zuverlässig Informationen, die für das weitere Vorgehen entscheidend sind.

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Die Aussagekraft des Ruhe-EKGs in der Praxis wird oftmals unterschätzt.

Paradebeispiel für die Unabdingbarkeit der Auskultation sind Patienten mit Thoraxschmerzen und niedrigem kardiovaskulären Risiko. „Wenn Sie reibende Geräusche über dem Herzen hören, haben Sie den wichtigsten Befund schon erhoben“, betonte Univ.-Prof. Dr. Gerhard Pölzl, Univ.-Klinik für Innere Medizin und Angiologie, Med-Uni Innsbruck, im Rahmen der Jahrestagung der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft.

Zusätzliche Informationen liefert das Ruhe-EKG, so der Experte. „Typische Befunde für die akute Perikarditis sind PR-Senkungen in den inferioren Ableitungen und diffuse, regional nicht zuordenbare ST-Streckenhebungen. Die dazugehörigen spiegelbildlichen Senkungen, die typisch für eine myokardiale Ischämie im Rahmen eines akuten Koronarsyndroms wären, fehlen.“ Eine weitere Unterscheidung ist der Verlauf der ST-Hebung. „Gehen diese beim Myokardinfarkt typischerweise aus dem absteigenden Schenkel der R-Zacke hervor, entspringen sie bei der Perikarditis meist dem aufsteigenden Schenkel der S-Zacke.“

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