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Einmal Defi – immer Defi?

cartoon_defiBatterieerschöpfung beim ICD muss nicht automatisch einen Generatorwechsel bedeuten. Bei manchen Patienten gibt es durchaus gute Gründe, eine ICD-Therapie auch wieder zu beenden. Bei der ÖKG-Jahrestagung wurde dafür mehr Awareness eingefordert.

Als im Jahr 1980 einer Patientin in Baltimore der erste implantierbare Kardioverter-Defibrillator (ICD) eingepflanzt wurde, war das noch eine medizinische Sensation. Heute sind ICD-Implantationen für interventionelle Kardiologen längst zu einem Routineeingriff geworden. Mit der steigenden Zahl der ICD-Patienten und -Indikationen und dem zunehmenden Alter der Betroffenen stellt sich immer häufiger die Frage: Was tun, wenn die Batterie des Geräts erschöpft ist und der Generator gewechselt werden müsste?

„Im klinischen Alltag wird bei einem anstehenden Generatorwechsel mit dem Patienten leider oft zu wenig über die Risiken und Ziele der Verlängerung seiner Therapie gesprochen“, weiß OA Dr. Alexander Teubl, 2. Interne Abteilung, Landesklinikum Wiener Neustadt, aus eigener Erfahrung. Wenn die Laufzeit der Batterie nach einer durchschnittlichen Lebensdauer von fünf Jahren zu Ende geht, wird der Patient häufig ohne viel nachzufragen einfach zum Generatorwechsel einbestellt. Eine Praxis, die aus Sicht des Kardiologen zu hinterfragen ist: „Wir und auch die Patienten müssen davon abgehen, die ICD-Therapie verpflichtend als lebenslange Therapie anzusehen.“

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