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Pokemon für’s Herz

Führende amerikanische Kardiologen halten Pokémon Go für eine sinnvolle Erfindung, wie sie kürzlich auf dem Portal der American Heart Association erklärten.
Der Grund: Pokémon Go bringt Menschen dazu, das Haus zu verlassen und sich zu bewegen. Dies sei eine willkommene Abwechslung unter den Bildschirmspielen, die sonst praktisch bewegungslos im Sitzen gespielt werden.

Pokemon

US-Kardiologen: Online-Spiel setzt Menschen in Bewegung

Seit Einführung des Spiels sind zigtausende Menschen in Straßen und Parks auf virtueller Monsterjagd. Dabei muss Bewegung gemacht werden, denn die App nutzt GPS Daten. Um seinen Avatar über weitere Strecken zu bewegen, muss sich auch der Spieler im echten Leben bewegen. Und das zu Fuß, denn das Spiel erkennt, wenn der Spieler das Auto benützt und sich damit seinem Ziel zu schnell nähert. Dazu gibt es besondere Aufgaben, wie zum Beispiel das Ausbrüten virtueller Eier, die vom Spieler zusätzliche Bewegung verlangen. „Wir haben Hinweise, dass die User täglich größere Strecken zu Fuß gehen, wenn sie das Spiel spielen“, kommentierte Prof. Dr. Wei Peng von der Michigan State University, die sich mit der gesundheitsfördernden Wirkung interaktiver Spiele beschäftigt. Sie sieht von der Bewegung abgesehen, noch zusätzliche Vorteile durch das Spiel. Dieses animiere die Menschen, sich im Freien aufzuhalten und fördere die soziale Interaktion. Dies könne der erste Schritt zu einem Leben mit mehr Bewegung sein.

Von besonderem Interesse für die Public Health Experten ist die enorme Verbreitung des Spiels. Die App soll mittlerweile mehr als 15 Millionen Mal heruntergeladen worden sein und erreicht damit eine enorm große Zahl von Menschen, von denen viele mit typischen Präventionsprogrammen nicht erreichbar wären. Wie auch alle anderen medizinisch wirksamen Maßnahmen kann allerdings auch Pokémon Go unerwünschte Wirkungen haben. Dr. Peng verweist auf Spieler aller Altersgruppen, die sich beim Wandern mit auf ihr Smartphone fixiertem Blick Verletzungen zuzogen.

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