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ESC 2018: MARINER-Studie

Antikoagulation nach Entlassung verhindert VTEs nur bedingt

Die Gabe des oralen Gerinnungshemmers Rivaroxaban für 45 Tage ab Entlassung internistisch erkrankter Patienten aus dem Krankenhaus senkt deren Risiko für venöse Thromboembolien (VTE) und VTE-induzierte Todesfälle nicht. Dies ist das Ergebnis der MARINER-Studie, die Ende August am ESC 2018 als „Late breaking“-Abstract präsentiert 1 und zeitgleich im New England Journal of Medicine 2 veröffentlicht wurde. Einen positiven Einfluss hatte die verlängerte Thromboprophylaxe lediglich auf nicht tödlich verlaufende VTEs. 

Jedes Jahr werden in den USA und Europa etwa 20 Millionen Patienten mit internistischen Erkrankungen wie Herzinfarkten, Infektionen oder Entzündungen stationär behandelt. Innerhalb der ersten sechs Wochen nach Krankenhausentlassung ist das VTE-Risiko besonders hoch: zirka 650.000 der oben genannten Patienten erleiden jährlich in dieser Zeit VTEs wie tiefe Venenthrombosen oder Lungenembolien. Dieses Problem wird in vielen aktuellen Leitlinien nicht erfasst; die Antikoagulation wird während des Spitalsaufenthalts empfohlen, aber nicht danach.

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