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PEACHI: Impfung gegen Hepatitis C

Das europäische Konsortium „PEACHI“ arbeitet an der Prävention von Hepatitis C-Virus und HIV-1-Co-Infektionen durch die Induktion potenter T-Zellantworten mittels Impfung. Die neue Impfstoff-Strategie wurde am 21. Juli bei einem Probanden in der Schweiz getestet.

© Nuffield Department of Medicine Research Building (NDMRB), University of Oxford, Old Road Campus, Roosevelt Drive, Headington, Oxford OX3 7FZ
Das PEACHI-Projekt läuft von 1. February 2013 bis 31. Jänner 2017.

 

Das PEACHI-Konsortium unter der Leitung der University of Oxford und der Beteiligung des Kantonsspitals St. Gallen, des St James’s Hospital Dublin sowie der Pharmaunternehmen ReiThera und GlaxoSmithKline widmet sich der Prävention einer Infektion mit dem Hepatitis C-Virus (HCV) und HIV-1-Co-Infektionen durch die Induktion potenter T-Zellantworten. Die Studie wird vom Forschungsprogramm FP7 der Europäischen Kommission unterstützt, das eine neue Impfstoff-Strategie gegen Hepatitis C bei HIV-positiven Personen testet.

Am 21. Juli 2015 wurde am Kantonsspital St. Gallen erstmals in der Schweiz eine Person gegen Hepatitis C geimpft. Einer Aussendung des Spitals zufolge wurde der Impfstoff bei mehr als 200 HIV-negativen Probanden mit vielversprechenden Resultaten weltweit getestet. Nun sollen auch HIV-positive Patienten geimpft werden.

Die neue Impfung soll besonders HIV-positive Menschen vor dem Hepatitis C-Virus schützen, da bei diesen die Erkrankung meist schwerwiegender verläuft.

Impfung ruft Abwehrreaktion der T-Zellen hervor

Der von ReiThera und GlaxoSmithKline (GSK) entwickelte Impfstoff ruft keine Antikörperreaktion hervor, sondern beruht auf einer Abwehrreaktion der Leukozyten, welche bei einer zukünftigen Ansteckung mit dem Hepatitis C-Virus infizierte Zellen erkennen und vernichten können. Die Impfstoffe erwiesen sich gut verträglich und rufen eine gute und langlebige Abwehrzellreaktion hervor, schreibt das Kantonsspital.

Quelle: Kantonsspital St. Gallen

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