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JUMP-Studie: Sicherheit und Wirksamkeit von Ruxolitinib belegt

In den Phase-III-Studien COMFORT-I und -II verbesserte Ruxolitinib (RUX) Splenomegalien und Krankheitssymptome und führte zu einem verlängerten Gesamtüberleben bei Patienten mit Intermediäre (Int)-2- und Hochrisiko-Myelofibrose.

JUMP ist eine einarmige, offene, multizentrische Phase-IIIb-Studie (n = 2233) zur Sicherheit und Wirksamkeit von Ruxolitinib (RUX) in Ländern, in denen Patienten keinen Zugang zu RUX außerhalb klinischer Studien bieten. Inkludiert wurden Patienten, die am IPSS-Risiko-Score als Niedrig/Intermediär-1-, Intermediär-2- oder Hochrisiko-Patienten eingestuft wurden. Die Patienten erhielten abhängig von der Thrombozytenzahl eine Anfangsdosis von 5 mg, 15 mg oder 20 mg RUX zweimal täglich erhielten.

Sicherheit und Wirksamkeit bei Niedrigrisiko-Patienten ist positiv

In einer Analyse von Passamonti F et al. wurde die Sicherheit und Wirksamkeit von RUX mit dem Dynamic IPSS (DIPSS) Risiko-Score analysiert (Passamonti F et al., abstract e1333: Comparing the safety and efficacy of ruxolitinib (RUX) in patients (pts) with DIPSS low/intermediate-1-, intermediate-2-, and high-risk myelofibrosis (MF) in JUMP, a phase 3b expanded-access study). Während IPSS zur Diagnose verwendet wird, kann DIPSS während dem Krankheitsverlauf angewendet werden und macht einen Vergleich mit anderen MF-Populationen möglich.
RUX war sicher und wurde gut toleriert. Interessant war, dass Niedrigrisiko-Patienten höhere Initialdosen erhielten, aber dennoch weniger hämatologische Nebenwirkungen (AEs) aufwiesen. Sie blieben auch länger unter Behandlung als Hochrisiko-Patienten und brachen die Therapie seltener aufgrund von AEs ab. Auch die Reduktion der Milzgröße und die Besserung der Symptome war bei Niedrigrisiko-Patienten etwas besser als bei Hochrisiko-Patienten. Dies deutet darauf hin, dass der frühe Einsatz von RUX zu verbesserten Ergebnissen für Patienten führen könnte.

Auch eine Studie von Giraldo P et al. (Giraldo P et al., abstract P675: Safety and efficacy of ruxolitinib (RUX) in patients with intermediate-1-risk myelofibrosis (MF) from an open-label, multicenter, single-arm expanded-access study) bestätigte die Sicherheit und Wirksamkeit von RUX für Patienten mit niedrigem Risko – eine Patienrenpopulation, die in den COMFORT-Studien nicht enthalten war.

Geringeres Zytopenie-Risiko durch langsame Auftitrierung

Es gibt zunehmend Evidenz dafür, dass eine Anfangsdosis von 10 mg RUX zweimal täglich mit folgender Auftitrierung das Risiko für eine Zytopenie verringern könnte. Eine ad hoc Analyse einer Subgruppe der JUMP-Patienten lieferte Informationen zu diesem Ansatz (Foitz L et al., abstract E1334: Safety and efficacy of ruxolitinib (RUX) in patients with myelofibrosis (MF) who started treatment at 10 mg bid and had the dose uptitrated in the phase 3b expanded-access JUMP study).
Eine kleine Kohorte von Patienten erhielt anfänglich zweimal täglich 10 mg RUX. Innerhalb von acht Wochen wurde die Dosis auf die durchschnittliche Dosis der Patienten, die mit hohen Dosen starteten, angehoben. Die Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten deckten sich mit jenen aus der gesamten Studienpopulation. Dieser alternative Ansatz wird in der REALISE-Studie (NCT02966353) prospektiv bei anämischen MF-Patienten evaluiert.

Wirksam bei Patienten 75 Jahren

Eine Analyse mit Patienten aus der JUMP-Studie, die 75 Jahre waren (n = 416) (Raanani P et al., abstract P702: Safety and efficacy of ruxolitinib (RUX) in elderly patients ( 75 years) with myelofibrosis (MF): an analysis from the phase 3b, expanded-access JUMP study) ergab dass RUX auch in dieser Studienpopulation sicher und effektiv ist. Die Reduktion der Splenomegalie und der Symptome war ähnlich wie in der Gesamt-Studienpopulation und auch die AE-Rate war vergleichbar. Die Ergebnisse von Raanani et al. deckten sich auch mit jenen aus den COMFORT-Studien, in die nur wenige Patienten 75 Jahre inkludiert waren.

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