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MM: Alt ist nicht gleich frail

Wir haben mehrere österreichische Ärzte nach dem Besuch verschiedener Sessions zum Informationswert der Veranstaltungen und nach ihren persönlichen Eindrücken befragt. Dr. Mathias Huber vom Krankenhaus Oberwart hat eine “meet the expert” Veranstaltung zum Thema “frailty” beim multiplen Myelom besucht.

Sein Fazit: Die vielen Therapieschemata und neuen Substanzen in der Behandlung des multiplen  Myeloms weisen bekanntlich unterschiedliche Toxizitätsprofile auf und sind daher nicht bei jedem Patienten gleichermaßen anwendbar. Speziell bei älteren Patienten muss von einer höheren Rate an Nebenwirkungen ausgegangen werden, weshalb beispielsweise R-FC nur bis zum Alter von 65 Jahren als Therapie der Wahl angesehen wird.

In verschiedenen Subgruppenanalysen konnte gezeigt werden, dass auch Patienten über 75a trotz schlechteren Gesamtüberlebens als jüngere Kohorten von den neuen Substanzen in der Myelomtherapie profitieren, die höhere Mortalität wird auf gesteigerte nicht hämatologische Grad 3-4 Nebenwirkungen und häufigere Therapieabbrüche zurückgeführt. Die Myeloma XI-Studie konnte kürzlich auch zeigen, dass Alter alleine keine zwingende Kontraindikation für eine ASCT sein muss und dass auch chronologisch ältere Personen von einer Transplantation profitieren, sofern sie fit genug für die Hochdosistherapie sind.

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