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Zunahme der CED-Inzidenz bei Jugendlichen

In einer französischen Studie wurden über einen Zeitraum von 24 Jahren die Trends der Inzidenz von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen bei Kindern und Jugendlichen über einen längeren Zeitraum erforscht. Dazu wurden zwischen 1988 und 2011 CED-Patienten mit Erstmanifestation vor dem 17. Lebensjahr analysiert. Während dieses Zeitraums wurden 1.350 Fälle mit neu aufgetretener CED erfasst, und zwar 990 Patienten mit Morbus Crohn, 326 mit Colitis ulcerosa und 34 mit Colitis indeterminata. Das mediane Alter von 14,4 Jahren bei Diagnosestellung war bei Colitis ulcerosa und Morbus Crohn ähnlich und veränderte sich nicht während des Beobachtungszeitraums. An Morbus Crohn erkrankten mehr Knaben als Mädchen (Mädchen/Knaben: 0,82), während es bei Colitis ulcerosa mehr Mädchen waren (Mädchen/Knaben: 1,25). Die mediane Dauer zwischen Beginn der Symptome und Diagnosestellung der CED betrug drei Monate. Insgesamt betrug die Inzidenz von CED 4,4 pro 100.000 (3,2 für Morbus Crohn und 1,1 für Colitis ulcerosa). Beim Vergleich des Zeitraums zwischen 1988 und 1990 mit jenem zwischen 2009 und 2011 kam es bei Zehn- bis 16-Jährigen zu einem signifikanten Anstieg der Inzidenz des Morbus Crohn von 4,2 auf 9,5 pro 100.000 und der Colitis ulcerosa von 1,6 auf 4,1 pro 100.000.

Ghione S et al., Am. J. Gastroenterol. 2018; 113: 265–72

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