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Stufentherapie befreit den Darm

GRAZ – Schätzungen zufolge leiden etwa 15 Prozent der weiblichen und fünf Prozent der männlichen Bevölkerung dauerhaft unter Verstopfung – die wahrscheinlich hohe Dunkelziffer ist dabei noch nicht berücksichtigt. Mit einer Stufentherapie lassen sich auch hartnäckige Fälle von chronischer Obstipation lösen. Wie diese anzuwenden ist, erklärte Univ.-Prof. Dr. Heinz F. Hammer, Med Uni Graz, bei der Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie.

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Dieser Patient hatte keinen Stuhl seit zwei Wochen. Die Koloskopie zeigt ein radiologisch dilatiertes Kolon, eine endoskopisch verletzliche Mukosa mit submukösen Blutungen im Rektum und eine beginnender Ulzeration (sterkorales Ulkus).

Fragen zu Stuhlfrequenz, -konsistenz und Mühsamkeit bzw. Vollständigkeit der Stuhlentleerung können Hinweise darauf geben, ob eine chronische Obstipation eher auf einer Kolontransitstörung (seltener Stuhlgang und fehlender Stuhldrang) oder auf einer Stuhlentleerungsstörung beruht. Die chronische Obstipation ist mehr als nur eine Befindlichkeitsstörung, da sie zu Komplikationen führen kann, die zu einem ernsthaften medizinischen Problem anwachsen können, wie Koprostase, sterkorale Ulzera (siehe Abbildung), Blutung oder Perforation. Prof. Hammer erinnert: „Obstipation kann die Lebensqualität massiv einschränken.“

Probatorische Therapie

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