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Grazer Fortbildungstage

Bei „Testosteronmangel“ wird viel versprochen

Wird Hypogonadismus bei älteren Männern zu wenig beachtet? Im Gegenteil, findet ein Berliner Endokrinologe und warnt vor Testosteron-Verschreibungen als Anti-Aging-Medizin. Der Wert soll nach Leitlinien nur bei klinischen Symptomen bestimmt werden. (Medical Tribune 44/18)

Der ganz normale Lauf der Zeit lässt sich mit Testosteronpräparaten nicht stoppen. Doch es gibt auch klare Gründe für eine Verschreibung.

Um es klarzustellen: Beim klassischen, organischen Hypogonadismus stehen Nutzen und Notwendigkeit einer Testosterontherapie für Prof. Dr. Sven Diederich, Medicover Berlin-Mitte MVZ, außer Frage. „Das ist allerdings ein sehr seltenes Krankheitsbild.“ Kritisch sieht der Experte jedoch den offensiven Hormoneinsatz beim altersassoziierten, funktionellen Hypogonadismus, der in den letzten 15 Jahren als Klimakterium virile „auf den Markt gekommen“ ist. „Ob es das wirklich gibt, weiß kein Mensch. Hier ist die Datenlage über den Nutzen und die Risiken der Testosteron- Substitution noch sehr dünn.“

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